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| 15:33 Uhr

Extremsport
Acht Stunden lang durch den Schlamm

Rutschige Angelegenheit: Nicht selten verlieren Teilnehmer von Tough Mudder Events den Halt, wenn sie durch den Schlamm waten.
Rutschige Angelegenheit: Nicht selten verlieren Teilnehmer von Tough Mudder Events den Halt, wenn sie durch den Schlamm waten. FOTO: Gameface Media
Schipkau. Rund 500 Extremsportler aus ganz Europa treten auf dem Lausitzring bei Europe’s Toughest Mudder, einem Dauerhindernislauf, an. red/sme

Es gehören schon viel Ehrgeiz, eine herausragende Fitness und ein bisschen Wahnsinn dazu, um sich dieser Herausforderung zu stellen. In der Nacht von Samstag auf Sonntag (1. auf den 2. September) treten rund 500 Extremsportler aus ganz Europa auf dem Lausitzring in Schipkau beim Dauerhindernislauf Europe’s Toughest Mudder an, um den begehrten Titel unter sich auszumachen. Zum ersten Mal überhaupt wird dieser Wettkampf in Deutschland ausgetragen. Als Sieger geht derjenige von der Strecke, der nach acht Stunden Anstrengung die meisten Meter über ausgeklügelte Hindernisse und durch tonnenweise Schlamm zurückgelegt hat. Es winken Ruhm und Anerkennung, ein sattes Preisgeld und ein Startplatz in der Königsdisziplin, dem World’s Toughest Mudder.

Bei dem Wettkampfformat ­Europe’s Toughest Mudder starten die Teilnehmer ihren Lauf um Mitternacht in völliger Dunkelheit und sind acht Stunden auf den Beinen – rennend, kriechend, springend, kletternd. Sie absolvieren gemeinsam einen anspruchsvollen Hinderniskurs, um am Ende dann doch möglichst allein ganz oben auf dem Treppchen zu stehen.

Rennend, kriechend und kletternd werden die Hindernisse gemeistert.
Rennend, kriechend und kletternd werden die Hindernisse gemeistert. FOTO: Gameface Media

Am frühen Sonntagmorgen werden knapp 500 Vollblut-Mudder aus über 15 Ländern in ganz Europa auf dem Lausitzring in Schipkau unterwegs sein. Sie werden ihre Runden auf dem acht Kilometer langen Parcours ziehen und die 18 Hindernisse immer und immer wieder mit gegenseitiger Hilfe überwinden. Für jedes Hindernis, das ein Teilnehmer nicht schafft, muss er eine Strafrunde laufen, die jedoch nicht in seine absolvierte Gesamt­strecke hineinzählt. Pausen in der eigenen kleinen Boxengasse sind jederzeit erlaubt, allerdings läuft die Uhr gnadenlos weiter.

Nach acht Stunden Schlammschlacht dürfen sich die Starter, unterteilt in die Klassen männlich und weiblich, mit den meisten zurückgelegten Metern über einen Gewinn von jeweils 4000 Euro und das Ansehen der gesamten Mudder Nation freuen. Außerdem qualifizieren sie sich direkt für den 24-Stunden-Hindernislauf World’s Toughest Mudder, der in dieser Saison in Atlanta, USA, stattfindet. Insgesamt wird an die fünf besten Teilnehmer je Klasse bei dem Lauf auf dem Lausitzring übrigens ein Preisgeld von fast 14 000 Euro ausgezahlt.

„Europe’s Toughest Mudder ist die Herausforderung für besonders Hartgesottene. Zum ersten Mal dürfen wir dieses Event ausrichten und den erfahrenen Legionären zeigen, welche Besonderheiten und Kniffe unsere Kurse in Deutschland zu bieten haben“, freut sich Natalie Helneder, Projektleitung Deutschland bei Tough Mudder. Der Dauerhindernislauf findet im Rahmen des Tough Mudder Berlin Brandenburg am 1. und 2. September statt. Tagsüber können diejenigen starten, die den regulären Kurs über 8 oder bis zu 18 Kilometer einmalig und ohne Wettbewerb oder Zeitdruck absolvieren möchten. Nachts sind dann die Profis unterwegs.

Auch wenn die „Mudder“ am Ende in Konkurrenz stehen, helfen sie sich auch mal bei den Hindernissen.
Auch wenn die „Mudder“ am Ende in Konkurrenz stehen, helfen sie sich auch mal bei den Hindernissen. FOTO: Gameface Media