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Abenteuer-Trip für Hertha BSC

Östersund. Gleich der erste Auswärts-Auftritt im Europapokal nach 2774 Tagen wird für Hertha BSC zum fußballerischen Abenteuer-Trip. Die holzvertäfelte Jämtkraft Arena von Östersunds FK erinnert an ein Architektur-Schmuckkästchen, der Coach der Schweden lässt sein Team gerne Ballett tanzen – und auf dem ungeliebten Kunstrasen droht eine gefährliche Stolperfalle. dpa/noc

"Es ist für uns ein unangenehmer Gegner. Für sie ist es bestimmt das Spiel des Jahres", warnt Hertha-Coach Pal Dardai vor dem zweiten Gruppenspiel am Donnerstag (19 Uhr).

"Wir müssen aufpassen: Kunstrasen, andere Wetterbedingungen, darauf muss man sich kopfmäßig einstellen. Dieses Spiel wird weh tun." Nach dem 0:0 gegen Athletic Bilbao zum Auftakt der ersten Europa-League-Saison seit acht Jahren steht der Bundesligist schon unter Druck. Doch in der schwedischen Provinz blamierte sich zuletzt bereits der türkische Spitzenclub Galatasaray Istanbul, stolz präsentiert der ÖFK die Sonder Titelseiten zum Sensationscoup in der Qualifikation auf seiner kleinen Geschäftsstelle. "Fußballerisch waren sie nie so groß in Schweden, aber sie haben es die letzten drei Jahre überragend gemacht", sagt Mittelfeldspieler Per Skjelbred, der nur 260 Kilometer westlich im norwegischen Trondheim aufgewachsen ist. Eigentlich ist die Region Jämtland auch nicht für Rasen, sondern Schnee berühmt. Bei ihrer Ankunft am Mittwoch wurden Dardai & Co. am kleinen Flughafen auf der Insel Frösön von Plakaten empfangen, die auf die nächsten Großereignisse hinweisen: Die Biathleten tragen ihre WM 2019 in Östersund aus, im nahegelegenen Åre findet im gleichen Jahr die alpine Ski-Weltmeisterschaft statt.