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| 01:36 Uhr

15 000 Euro Preisgeld – und die Schulter hält

Manchester/Cottbus. 15 000 Euro Preisgeld im JKA-Keirin gewonnen, dazu Weltcup-Zweiter im Teamsprint und -Vierter im Sprint: Manchester war für Maximilian Levy die Reise wert. „Ich musste kämpfen, aber schön, wenn es so belohnt wird“, freute sich der Cottbuser.

Ziemlich genau 100 Tage nach seiner Schlüsselbeinoperation sammelte Levy beim vierten und letzten Weltcup der Saison reichlich Selbstvertrauen. Galt der Teamsprint-Welt- und -Europameister vor Manchester möglicherweise als Wackelkandidat für die Weltmeisterschaften in Apeldoorn (23. bis 27. März), hat Bundestrainer Detlef Uibel in ihm nun eine Alternative. “Max ist nach seiner Verletzungspause sehr stark gefahren und hat einen sehr konzentrierten Eindruck hinterlassen„, lobte Uibel, der ansonsten wenig Grund zur Freude hatte.

Auch im Teamsprint stark

Gut dreieinhalb Monate nach seinem Schlüsselbeinbruch bei der EM in Polen belegte Levy bei seinem internationalen Comeback zunächst den vierten Platz im Sprint. Im “kleinen Finale„ unterlag er Olympiasieger Chris Hoy aus Großbritannien. “Es ging mir darum, eine gute Leistung anzubieten, um in Richtung WM zu zeigen, dass man auf mich setzen kann„, erklärte Levy. “Dass es dann gleich für das Halbfinale gereicht hat, ist umso schöner.„

Im Teamsprint konnte Levy zusammen mit René Enders (Erfurt) und Stefan Nimke (Schwerin) diese Leistung als Zweiter hinter Frankreich untermauern. Sowohl in der Qualifikation als auch im Finale fuhr er auf Position zwei die 250-Meter-Runde in 12,8 Sekunden. “Das ist für Max nach der Verletzungspause sehr stark„, lobte Uibel. Als i-Tüpfelchen unter ein “tolles Wochenende„ (Levy) setzte der Keirin-Weltmeister von 2009 dann den Sieg im 7. JKA-Keirin-Wettbewerb, der mit dem stattlichen Preisgeld von 15 000 Euro versüßt wurde.

Wichtiger als Preisgeld und Platzierungen war aber für Levy die Erkenntnis: Die Verletzung von Pruszkow - das Schlüsselbein der linken Schulter ist seitdem mit acht Schrauben fixiert - ist überwunden. “Klar merke ich harte Tage, aber die Rehabilitation zahlt sich jetzt aus. Die Schulter hält„, berichtete Levy, der mit seinem Auftritt in Manchester jetzt eine Alternative für den Sprint in Apeldoorn ist. “Wenn ich mich entscheiden müsste, würde ich Teamsprint und Keirin fahren wollen. Dass ich gerne Sprint fahren würde, ist aber auch kein Geheimnis„, sagte Levy. Bundestrainer Uibel hat die Qual der Wahl. Thomas Juschus