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0:3 gegen Liverpool – Klopp macht den FC Bayern nass

Ein Küsschen für den Rasen – die Schützen der beiden ersten Tore, Mohamed Salah und Sadio Mané (l.), freuen sich über ihre Treffer.
Ein Küsschen für den Rasen – die Schützen der beiden ersten Tore, Mohamed Salah und Sadio Mané (l.), freuen sich über ihre Treffer. FOTO: dpa
München. Beim Einstand von Sportdirektor Hasan Salihamidzic hat der FC Bayern seinen nächsten Testspiel-Flop in der Vorbereitung erlebt. Das zeitweise heftige Unwetter am Ende eines heißen Sommertages in München war sinnbildlich beim 0:3 (0:2) gegen den FC Liverpool: Jürgen Klopp machte mit seinem Premier-League-Team den deutschen Fußball-Rekordmeister vor 57 500 Zuschauern in der Allianz Arena nass. dpa/bl

Im Endspiel des hochkarätig besetzten Audi Cups trifft Liverpool heute Abend (20.30 Uhr/ARD) auf Atlético Madrid.

Der spanische Spitzenclub hatte am Dienstag im ersten Halbfinale den SSC Neapel mit 2:1 (0:0) bezwungen. Den Bayern bleibt am Nachmittag (17.45 Uhr/ARD) als Generalprobe für die nationale Kraftprobe im Supercup gegen DFB-Pokalsieger Borussia Dortmund nur das Spiel um Platz drei.

Die Angreifer Sadio Mané (7. Minute) und Mohamed Salah (34.) sowie der eingewechselte Topstürmer Daniel Sturridge (83.) ließen Chefcoach Klopp nach ihren Toren am Spielfeldrand jubeln. Hohes Fußballniveau zeigte eigentlich nur seine Mannschaft, die viel handlungsschneller als der Gegner agierte. Das blitzartige Umschaltspiel Kloppscher Prägung überforderte die Bayern, die Tore fielen nach klasse Konterangriffen von Liverpool.

Das Team von Trainer Carlo Ancelotti agierte ohne erkennbare Struktur. Neuzugang James Rodríguez fehlte weitgehend die Bindung. Bei einem 20-Meter-Schuss blitzte aber sein Können auf (59.). Rekordeinkauf Corentin Tolisso agierte im Mittelfeld unglücklich, verlor vor dem 0:1 den Ball.

Sven Ulreich, der den noch nicht wieder fitten Manuel Neuer im Tor vertrat, konnte einen Freistoß von Alberto Moreno noch glänzend parieren. Sonst hätte es schon zur Pause 0:3 gestanden. Torchancen der mit Lewandowski, Müller, Ribéry und James hochkarätig besetzten Bayern-Offensive gab es bis zum Seitenwechsel nicht. In der zweiten Hälfte waren die Bayern bemüht, aber es fehlten Ideen und auch das körperliche Durchsetzungsvermögen gegen robust verteidigende "Reds".