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Zweiter Versuch in Hindenberg

Im Motorsportzentrum Lübbenau/Hindenberg legen sich am Sonntag die Piloten der Sandbahn-Maschinen wieder in die Kurve.
Im Motorsportzentrum Lübbenau/Hindenberg legen sich am Sonntag die Piloten der Sandbahn-Maschinen wieder in die Kurve. FOTO: lrs1
Lübbenau. Auf ein Neues. Am Sonntag wird in Hindenberg das vor zwei Wochen aufgrund der langen Regenfälle ausgefallene Sandbahnrennen nachgeholt. lrs1

Der MSC Jugend Lübbenau richtet erstmals seit sehr vielen Jahren im Herbst wieder eine zweite Bahnsportveranstaltung aus. "Diesmal kann nichts schief gehen. Die Bahn ist bestens präpariert und die Wettervorhersagen sehen gut aus", verspricht Henry Pfeiffer, Vorsitzender des MSC Jugend.

Am Sonntag geht es im Motorsport-Zentrum Hindenberg/Lübbenau dann um die letzten Saisonpunkte der nationalen Sandbahn-Meisterschaft in der B-Lizenz. "Ähnlich wie unser Traditionstermin am 1. Mai mit dem Lübbenauer Sandbahnrennen um den Goldhelm des ADMV soll nun auch diese Veranstaltung etabliert werden", kündigt Pfeiffer an. "Die vielen Nachfragen von Gästen aus nah und fern, vor allem aber aus der näheren Umgebung, nach einer zweiten Bahnsportveranstaltung im Jahr, haben den Vorstand des MSC seit Jahren erreicht - und nun ist es soweit." Am Sonntag werden ausschließlich nationale Rennen der B-Lizenz ausgetragen. Die Solomaschinen kämpfen um die letzten Punkte der Norddeutschen und Süddeutschen Bahnmeisterschaft. Bei den Seitenwagen wird um ein Masters Revanche gefahren.

Mit rasantem Tempo und akrobatischer Technik legen sich die Piloten beim Bahnrennsport in die Kurven. Dabei erreichen die Motorsportler auf dem 686 Meter langen Oval teilweise Geschwindigkeiten von bis zu 150 Kilometern pro Stunde.

Das freie Training beginnt am Sonntag um 9.30 Uhr, die Rennen starten um 13.30 Uhr. Für das leibliche Wohl ist bestens gesorgt, das Fahrerlager steht wieder zur Besichtigung offen.

Bereits am 1. Mai hatten rund 3000 Zuschauer in Hindenberg beim traditionellen Rennen um den Goldhelm erstklassigen Bahnsport gesehen.

Sandbahnsport war vor allem zu DDR-Zeiten in der Lausitz Kult. In den 1980er-Jahren besuchten regelmäßig am 1. Mai mehr als 10.000 Zuschauer die Hochgeschwindigkeitsrennen im Hindenberger Stadion.