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Zahlreiche Fehlwürfe und fehlender Einsatz verhindern ein besseres Ergebnis

Stahnsdorf. Die Handballer der TSG Lübbenau 63 haben am Samstag ihr Auswärtsspiel beim Drittplatzierten der vergangenen Brandenburgliga-Saison, der HSG RSV Teltow/Ruhlsdorf, mit 31:37 verloren. Nach kurzer Krankheit kehrte Dustin Trenkmann in den Kader zurück und Thomas Werban gab nach langer Verletzungspause sein Comeback. Georg Wenzel

Eröffnet wurde der Torreigen durch Nicola Kuhlmey. Die Abwehrreihe der Lübbenauer benötigte jedoch eine längere Findungsphase, sodass hier nicht die notwendige Sicherheit gefunden wurde. Lars Kasper im Tor lieferte dagegen eine solide Leistung in der ersten Halbzeit ab. Aufgrund zahlreicher Fehlwürfe und technischer Fehler erspielte sich das Team von Trainer René Nolde keinen Vorteil gegenüber den Gastgebern, bis zum 12:12 verlief die Partie aber ausgeglichen. Die Führungen beider Mannschaften wechselten hin und her. Nach einer inaktiven Deckungsarbeit sowie dem fehlenden Biss im Angriff in die Lücke zu gehen und zwei Gegenspieler zu binden, sollte eine Auszeit neue Sicherheit geben. Die Abwehr wurde auf eine 6:0-Formation umgestellt und das Spiel gestaltete sich bis zum 14:14 weiterhin ausgeglichen. Doch eine fehlende und teils fehlerhafte Absprache im Mittelblock ermöglichte es dem Gegner, bis zur Halbzeitpause auf 19:15 davonzuziehen.

Mit Beginn der zweiten Halbzeit stand von nun an Florian Verhoeven im Tor der Lübbenauer. Hendrik Wahnschaffe verkürzte mit einem seiner acht Treffer den Rückstand auf 19:16. Die Lübbenauer Abwehrreihe fand sich aber trotz der Pause nicht als stabiles Bollwerk. Der Teltower Rückraumspieler Sascha Klimczak wurde in seinen Eins-gegen-Eins-Situationen nicht gestoppt und war ein ums andere Mal erfolgreich beim Torabschluss. Keine einzige Zeitstrafe von den Unparteiischen gegen die Lübbenauer kann ein Zeichen von technischer Raffinesse und Fairness sein - diese Statistik kann jedoch auch anders interpretiert werden. Gegebenenfalls sollten einzelne Teammitglieder die Quantität ihres Trainingsauftretens hinterfragen, um eine qualitativ gute Trainingsarbeit zu ermöglichen.

Mit weiteren Fehlwürfen und Fehlabspielen im Zuge von Konterläufen setzte sich Teltow/Ruhlsdorf über die Spielstände 22:18, 26:23 und 32:26 Stück für Stück ab. Oliver Pipiale, sonst als treffsicherer Spieler bekannt, hatte an diesem Tag auch kein Wurfglück. Zwei Drittel der zahlreichen Fehlwürfe in der zweiten Halbzeit, aber auch eine geringere Anzahl an technischen Fehlern, und einsetzende Resignation zum Ende des Spiels erinnerten auch an die Partie gegen den HC Spreewald. Mit dem Spielstand von 37:31 beendeten die Schiedsrichter von der HSG Fredersdorf die dritte Begegnung der Spreewälder.

Ab der kommenden Woche erwarten die Lübbenauer Fans von ihrer Mannschaft mehr Kampf und puren Willen über 60 Minuten, Trainingsfleiß und zwei Punkte im nächsten Heimspiel gegen den HSV Wildau 1950.

Lübbenau: Tor: Kasper, Verhoeven. Feld: Kuhlmey (7), Wahnschaffe (8), Sewald (3), Suhl (6), Trenkmann (3), Werban (1), Pipiale, Siebert (1), Scheppan (2), Helbig. Zeitstrafen: Teltow/Ruhlsdorf: 5 - Lübbenau: 0.