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| 02:50 Uhr

Wahnsinn! Gießmannsdorf/Lübben ist neuer Vizelandesmeister

Mellensee. Die rot-weiß gekleideten Frauen der SG Gießmannsdorf/Lübben sind unterm Hallendach die Nummer zwei in Brandenburg. Was für ein Wahnsinns-Erfolg. fsu

Am Sonntag bestritten die Schützlinge von Trainer Ingo Band die Endrunde um den Hallenlandesmeistertitel und mussten sich am Ende nur dem FSV Forst Borgsdorf geschlagen geben. Bei der Siegerehrung waren die Gesichter der Spielerinnen aufgrund der gerade erst erlittenen Final-Niederlage dann auch eher traurig und von Enttäuschung sowie der Anstrengung des kraftraubenden Turnieres gezeichnet. Doch schon auf der Heimfahrt, zusammen im Bus mit den vielen mitgereisten Fans, spätestens aber beim überragenden Empfang zuhause auf dem Sportplatz in Gießmannsdorf, war den Frauen die Freude und der Stolz anzusehen. Kaum einer der anderen Vereine hätte dieser jungen, erst die zweite Saison spielenden Mannschaft das Erreichen des Finals zugetraut.

Dabei standen die Vorzeichen sehr ungünstig. Mit dem Zweiten, Dritten und Fünften der aktuellen Landesliga-Tabelle waren alle drei Vorrundengegner vor der SG platziert. So ging das erste Spiel des Turniers gegen den späteren Hallenmeister auch gleich mit 1:3 verloren. Torschützin zum zwischenzeitlichen 1:1-Ausgleich war Nadine Schneider.

Im zweiten Spiel wurde an die guten Leistungen aus der Vorbereitung angeknüpft und Rot-Weiß Flatow mit 4:1 besiegt. Die Tore für Gießmannsdorf/Lübben erzielten Anna-Maria Nesges (2), Nadine Schneider und Julia Lehmann.

Das letzte Vorrundenspiel gegen Eintracht Miersdorf/Zeuthen musste die Entscheidung über den Einzug ins Halbfinale bringen. Dabei brachten die SG-Frauen die frühe Führung durch einen strammen Schuss von Jasmin Band nicht über die Zeit und lagen kurz vor Abpfiff mit 1:2 hinten. Erst 20 Sekunden vor der Schlusssirene traf Anna-Maria Nesges zum 2:2-Ausgleich. Dass dies zum Weiterkommen reichen sollte, entschied sich erst im darauffolgenden Spiel zwischen Borgsdorf und Flatow.

Halbfinalgegner war dann der FSV Babelsberg 74 - in der Landesliga noch ungeschlagen und mit zwei Siegen und einem Unentschieden auch souverän durch die Vorrunde gekommen. Doch in der Halle und mit der für viele ungewohnten Vollbande wurden die Karten neu gemischt. Am Ende der zwölfminütigen Partie war der Jubel auf Seiten der SG Gießmannsdorf/Lübben riesengroß. Der einzige und somit entscheidende Treffer der Partie von Maren Hoffmann bedeutete den überraschenden Einzug ins Finale.

Vielleicht war der Druck für die jungen Frauen am Ende doch zu groß. Nach anfänglichem gegenseitigen Abtasten im Finale zeigte der FSV Forst Borgsdorf, dass er exzellente Hallenspielerinnen in seinen Reihen hat und erzielte kurz hintereinander drei Tore. Dass Gießmannsdorf/Lübben trotzdem nicht aufsteckte und durch Tore von Nadine Schneider und Julia Lehmann noch einmal auf 2:3 herankam, bestätigt die gute Moral in der Mannschaft. Zu dem Zeitpunkt waren noch zwei Minuten zu spielen. Es wurde noch einmal spannend und entsprechend laut in der BBG-Arena. Beide Finalisten hatten auch die größte Anzahl Fans mitgebracht, welche die Mannschaften lautstark anfeuerten. Am Ende reichte es für die SG Gießmannsdorf/Lübben nicht zum ganz großen Wurf, denn kurz vor Schluss fiel das 4:2 für Borgsdorf.

Platz drei sicherte sich Babelsberg im kleinen Finale gegen die SG Brandenburg/Belzig.