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Süßer Grund für Jentzschs Rückkehr zu den Devils

Mit seiner großen Erfahrung ist Max Jentzsch Führungsspieler bei den Devils. Samstag (18 Uhr) geht es zu Hause gegen Zehlendorf.
Mit seiner großen Erfahrung ist Max Jentzsch Führungsspieler bei den Devils. Samstag (18 Uhr) geht es zu Hause gegen Zehlendorf. FOTO: sby1
Cottbus. Mit Max Jentzsch haben die Cottbuser White Devils einen Klasse-Basketballer in ihren Reihen. Nach drei Spielzeiten bei den Dresden Titans ist der 26-Jährige in die Lausitz zurückgekehrt. Statt mit den Sachsen in der 2. Liga zu spielen, geht Jentzsch mit den Devils in der 5. Liga auf Korbjagd. Warum? Für den sportlichen Rückschritt gibt es einen süßen Grund. Mirjam Danke

Für Max Jentzsch gab es aus sportlicher Sicht noch nicht viel zu feiern in Cottbus. Drei Spiele, drei Niederlagen - so lautet die dürftige Bilanz der White Devils in der 2. Regionalliga. So richtig gejubelt hat Jentzsch zuletzt im Mai - beim Aufstieg der Dresden Titans in die zweithöchste deutsche Spielklasse. Doch statt mit den Sachsen ins Abenteuer 2. Liga zu starten, ist Jentzsch zurückgekehrt in die Lausitz, zu seinem ehemaligen Verein White Devils Cottbus.

Die Entscheidung für den vergleichsweise tristen Fünftliga-Alltag fiel dem Forward allerdings überhaupt nicht schwer. Der süße Grund für seine Rückkehr ist ein halbes Jahr alt und heißt Milo. Schon lange vor der Geburt seines kleinen Söhnchens war für Max Jentzsch klar: "Als Papa will ich bei meiner Familie sein." Und die hat ihren Lebensmittelpunkt nun mal in Cottbus. Freundin Jadranka Halilovic hat er vor vielen Jahren bei den Devils kennengelernt, wo Jentzsch schon bis 2013 aktiv war.

Nach drei Drittliga-Spielzeiten und dem Aufstieg mit Dresden geht der Maschinenbau-Student nun also wieder gern für die Lausitzer auf Korbjagd. "Wenn man nicht am selben Ort wohnt, wäre die 2. Liga mit Familie und Kind nur schwer zu vereinbaren", sagt Jentzsch. Er weiß: "In dieser Liga steht nicht mehr der Spaß im Vordergrund, das ist richtige Arbeit und sehr zeitaufwendig."

Mit Spaß dürfte es momentan allerdings auch bei den Devils in der 5. Liga nicht weit her sein. Nach dem Abstieg und den drei Auftaktpleiten muss sich die neu zusammengestellte Mannschaft, die auf ihren verletzten Kapitän Daniel Krausche verzichten muss, noch finden. "Wir sind ein sehr junges Team in einer Männer-Liga", erklärt Jentzsch.

Der Rückkehrer geht mit seiner großen Erfahrung als Führungsspieler voran, ist in regem Austausch mit Devils-Coach Steven Herfurth und will sich ganz bewusst mit einbringen, damit die Cottbuser in der 2. Regionalliga schnell wegkommen aus der Abstiegszone. "Die Niederlagen schmettern uns nicht nieder, wir sind alle hochmotiviert", betont Jentzsch vor dem Heimspiel an diesem Samstag gegen Zehlendorf (18 Uhr, Sandower Grundschulzentrum).

Trotz der Misserfolge zum Auftakt hadert der 26-Jährige nicht mit dem großen Schritt zurück in die 5. Liga. Jentzsch lächelt zufrieden, als er erklärt: "Ich sehe meinen kleinen Sohn jeden Tag und weiß genau, was ich verpassen würde, wenn ich dem Profi-Basketball nachjagen würde."

Max Jentzsch mit Freundin Jadranka und Söhnchen Milo.
Max Jentzsch mit Freundin Jadranka und Söhnchen Milo. FOTO: privat