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Steinitzerinnen landen auf tollem fünften Platz

2. Verbandsliga, Frauen. jkn1

Im abschließenden Saisonspiel wollten und mussten die Frauen des KSV 66 Steinitz, je nach Betrachtung der Konstellation, gegen den Tabellensechsten SV Motor Sörnewitz die Königswarthaer Heimbahn als Sieger verlassen. Die sicherste Variante zogen die sympathischen Steinitzer Mädels dann in Erwägung. Mit 2924 zu 2891 Kegeln bezwangen sie den Kontrahenten, hatten mit der Abstiegsfrage nichts mehr zu tun und können sich nun als Neuling in dieser Leistungsklasse gar über einen fünften Platz freuen.

"Wir sind schon mit einer gewissen Spannung in die Partie gegangen", versicherte Teamchefin Steffi Bartuschk nach Spielschluss. "Die Sörnewitzer sind unberechenbar und unsere gute Ausgangsposition sollte im Abschlussspiel nicht gefährdet werden." Das ist den Gastgebern von Spielbeginn an nicht leicht gefallen. Zwar brachte das traditionelle Anfangsduo mit Marlen Makatsch (486) und Dana Köppe (482) ihr Sextett in Führung, doch die ergebnismäßigen Erwartungen waren wohl größer gewesen, obwohl die Gäste keine Bäume ausrissen (Anett Noack 473, Anke Freytag 458). "Die Königswarthaer Bahn hält auch für uns immer wieder Überraschungen bereit", so das Fazit der Steinitzerinnen.

Immerhin, 37 Zähler auf der Habenseite waren nach dem Start auf alle Fälle wichtig für den weiteren Spielablauf. Daraus sollte der Mittelpart nun mehr machen und er erfüllte auch die Regieanweisungen. Erwartungshaltung und Realität standen aber auch hier bei den Steinitzerinnen auseinander. Kämpferisch hervorragend, mühte sich die Ex-Bahnrekordhalterin Jana Rericha zu 498 Kegeln und Karin Weise musste sich mit nur 457 Kegeln zufrieden geben. Nur gut, dass die Sörnewitzer daraus kein Kapital schlagen konnten und sich der Abstand vor dem Finale auf 74 Zähler erhöhte (Rosi Höher 461, Rosemarie Fechtel 457).

So konnten die Schlussstarter der Gastgeberinnen mit einer gewissen Ruhe in die finale Phase gehen und brachten letztlich den Erfolg noch sicher (mit Abstrichen) nach Hause. So einfach war es aber keineswegs, denn die Gäste gaben nicht auf und entwickelten ungeahnte Initiativen. Katrin Reinelt spielte mit 546 Zählern neuen Bahnrekord und Gudrun Naumann erzielte 496 Kegel. Zur Wende im Spiel reichte es nicht mehr, aber die Steinitzerinnen mussten sich mächtig strecken, um am Ball zu bleiben. Dabei hielt besonders Carolin Noack die Hoffnungen der Gäste am Boden, die mit 525 Kegeln ein sehr gutes Resultat erzielte und immer in Reichweite der Sörnewitzerin blieb. Steffi Bartuschk (476) musste vor allem kämpferische Mittel einsetzen, um den Heimerfolg abzusichern. Spieltechnisch freundete sie sich nicht mit der Bahn an. Am Ende feierten die Frauen damit einen gelungenen Saisonabschluss, der die Leistungsfähigkeit der Steinitzer Mannschaft in Sachsen weiter bekannt machen wird.