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Sprembergs Moral wird nicht belohnt

Die Handball-Frauen vom SV Chemie Guben rutschen in der Verbandsliga Süd weiter ab. Nach der Niederlage in Lübbenau sind sie jetzt nur noch Neunter. Auch die Lausitzer Wölfe konnten in der Herren-Landesliga nicht punkten. ksx1 mbc1 red/swr

TSG Lübbenau 63 - Chemie Guben 29:23 (17:11). Die Anfangsphase verschliefen die Gubener Damen. Nach mehreren technischen Fehlern und unnötigen Ballverlusten konnten die Gastgeberinnen mit 10:4 in Führung gehen. Die Gubenerinnen vergaben in der Halbzeit einige hundertprozentige Torchancen und liefen dem Rückstand hinterher. Das inkonsequente Verhalten im Deckungsverband ermöglichte der TSG eine deutliche Pausenführung. Auch nach dem Wechsel wollte der Funke nicht überspringen. Die Chemie-Damen riskierten alles, aber auch das half nicht. Am Ende musste man sich nach einer enttäuschenden Leistung mit 23:29 geschlagen gegeben. Weiter geht es am 11. April mit einem Heimspiel gegen den HC Spreewald. Anwurf ist wie gewohnt um 18 Uhr im Kaltenborner Sportzentrum.

Eintracht Ortrand - Chemie Guben 21:23 (10:10). Ohne Glanz, aber mit zwei Punkten kehrten die Chemie-Herren nach Hause. Schon zum Anpfiff gab es einige Veränderungen in der Startformation der Gubener. Mit Marvin Grudzinski und Steve Schirrmeister konnten zwei junge Spieler ihr Können unter Beweis stellen. Nach der 1:0-Führung der Hausherren übernahm der Chemie-Express das Zepter. Überlegt und mit guter Vorbereitung im Torabschluss setzten sich die Grün-Weißen auf 4:2 und 9:5 ab. Doch zum Unmut waren in der ersten Halbzeit erneut eine Vielzahl von vergebenen Abschlüssen auf der Tagesordnung. So durfte man sich über das 10:10-Unentschieden zur Pause nicht beschweren. Auch in der zweiten Halbzeit schien der Chemie-Tross völlig verunsichert. Zu allem Überfluss folgte noch die Rote Karte gegen Robin Ewersbach und Ortrand blieb bis zur 48. Minute mit 17:15 in Front. Doch die letzten Minuten reichten den "Chemikern". Mit einem kämpferischen Einsatz glichen die Gubener aus. Ortrand fand keine Mittel mehr und beim 22:18 für Chemie schien die Partie entschieden. Am 11. April empfängt Guben den Elsterwerdaer SV 94 zum Heimspiel.

MTV Wünsdorf - Lausitzer Wölfe 26:25 (14:11). Nachdem am letzten Wochenende die Wölfe den Krimi gegen Dahme knapp für sich entschieden hatten, zogen sie diesmal genauso knapp den Kürzeren. Wie fast immer bei Auswärtsfahrten des Wolfsrudels war die Spielerdecke dünn. So standen dem Trainer nur zwei Wechselspieler zur Verfügung. Dazu kam, dass Nino Bittner gleich von Beginn an kurz gedeckt wurde, was die Aufgabe für zusätzlich erschwerte. Die Mannschaft löste die ungewohnte Situation aber anfangs relativ gut und konnte sogar in Führung gehen. Doch gelang es nicht, dieses Niveau über die ganze Halbzeit zu bringen. Wie so oft bei solchen Begegnungen war jetzt der Wille ein wichtiger Punkt. Das Rudel aus Welzow und Spremberg wurde stark gefordert, aber es zeigte erneut seine Kämpferqualität. Es stellte sich heraus, dass dieser Kampf erst im letzten Moment entschieden werden würde. Wünsdorf lag etwa 50 Sekunden vor Schluss mit einem Tor in Front. Die Wölfe spielten die Zeit herunter und wollten kurz vor dem Ende durch einen Freiwurf den Ausgleich erzielen. Nur konnte der Schlussmann der Gastgeber diesen Wurf parieren und Spremberg stand ohne etwas Zählbares da.