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Seestädter stehen erneut mit leeren Händen da

Henrik Wahnschaffe (mit Ball) gehörte mit neu Treffern zu den stärksten Akteuren der Senftenberger.
Henrik Wahnschaffe (mit Ball) gehörte mit neu Treffern zu den stärksten Akteuren der Senftenberger. FOTO: S. Rasche/str1
HANDBALL, Verbandsliga. Der HSV Senftenberg hat auch sein vorletztes Auswärtsspiel der Saison verloren. Diesmal unterlagen die Seestädter dem SSV Rot-Weiß Friedland mit 26:38. Damit gerät Senftenberg in akute Abstiegsgefahr. Sven Böhmeke

Mit einer unterbesetzten Mannschaft ging der HSV in dieses Spiel und bemühte sich, Schritt zu halten. Am Ende jedoch fehlten die Kraft und die Genauigkeit beim Abschluss, um Friedland arg in Bedrängnis zu bringen.

Die Gastgeber starteten mit einer voll besetzten Bank. Sie waren hoch motiviert, gegen den HSV die nächsten zwei Punkte im Kampf um die vorderen Plätze in der Verbandsliga einzufahren. Aber auch der HSV hatte sich in der Kabine mental aufgebaut und glaubte an seine Chance auf einen Sieg. So begann das Spiel auf Augenhöhe. Es gelang keiner Mannschaft, sich eindeutig absetzen. Durch schön herausgespielte Kombinationen im Rückraum des HSV um Lars Wendler, Sven Böhmeke und Henrik Wahnschaffe sowie zum Kreis mit Thomas Richter, Henryk Siewik und Christian Klöppel hielt sich der HSV den Vergleich bis zum Stand von 9:8 offen. Es waren bis dahin gerade einmal 15 Minuten gespielt. Auf beiden Seiten wurde hochklassiger Handball ohne grobe Foulspiele geboten, dafür aber mit viel Spielfluss und Engagement.

Doch warum ging es für die Senftenberger nicht so stark weiter? Der HSV vergab zunehmend klare Torchancen im Angriff, warf den Friedländer Torwart das ein oder andere Mal mehr als berühmt, beging Abspielfehler und stand in der Abwehr durch den Kraftverlust nicht mehr kompakt genug. So setzte sich Friedland auf 17:10 zum Halbzeitstand ab.

In der Kabine gaben Co-Trainer Denise Rentsch und Trainer Lars Wendler deutliche Ansagen, die erste Viertelstunde der ersten Halbzeit auf die zweiten 30 Minuten umzumünzen und Gas zu geben. Zum Beginn der zweiten Halbzeit sah auch alles danach aus, dass der HSV wieder ins Spiel finden würde. Aber Friedland war an diesem Tag einfach eine Nummer zu groß und zeigte beim Stand von 21:13, warum das Team einen Anspruch auf die oberen Plätze der Liga innehat. Nicht zuletzt durch einen gut aufgelegten Rückraum und ein eindrucksvolles Konterspiel zwang der Gastgeber den HSV in die Knie und zu einem Spielstand von 30:19. Die Akteure aus der Seestadt gaben sich dennoch nicht geschlagen und versuchten, das Ergebnis am Ende zumindest in Maßen zu halten. Am Ende verlor der HSV Senftenberg mit 26:38 in Friedland.

Würde der HSV seine Fehlwurfquote aus Nah- und Fernzone abstellen und liefe er sich die Beine aus dem Leib, dürfte in den letzten beiden Spielen sicherlich noch etwas drin sein. Der Mannschaftsgeist ist nämlich ungebrochen. Man ist heiß, die Spitzenteams im Verband kräftig zu ärgern. Deshalb freuen sich die Jungs auf das nächste und letzte Heimspiel der Saison gegen den SC Trebbin am 18. April in der Turnhalle der Senftenberger Fischreiherstraße. Ab 16 Uhr wollen die Sportler allen Unterstützern, Fans und Mitgliedern des HSV mit einem packenden Spiel ein großes Dankeschön für die vollen Ränge, die lautstarke Unterstützung während aller Heim- und Auswärtsspiele sagen. Im Vorfeld heizt die C-Jugend bereits die Halle ab 14 Uhr mächtig ein. Sie will die Vizemeisterschaft gegen die TSG Lübbenau 63 feiern.

Senftenberg: Jens Hethke, Sascha Hagendorf, Henrik Wahnschaffe (9/1), Matthias Schmidt, Lars Wendler (5), Christian Klöppel, Henryk Siewik (1), Thomas Richter (3), Steve Ehmke (4), Sven Böhmeke (1/2), Denise Rentsch