| 02:47 Uhr

Sachsenliga-Aus: An den Fans lag es nicht

Wenn die sportliche Leistung so gewesen wäre, wie der unermüdliche Einsatz der Fans, wäre ein Platz im Mittelfeld drin gewesen.
Wenn die sportliche Leistung so gewesen wäre, wie der unermüdliche Einsatz der Fans, wäre ein Platz im Mittelfeld drin gewesen. FOTO: wml1
Volleyball, Sachsenliga, Männer. Ein Jahr nachdem Wiederaufstieg in Sachsens höchste Volleyballliga muss die erste Herrenmannschaft der Volleyballfreunde Blau-Weiß Hoyerswerda den Gang in die Sachsenklasse antreten. Einige "kopfschüttelnde Gäste" würden sagen, dass dies zu Recht geschehen ist. Andere behaupten wiederum, dass Blau-Weiß Hoyerswerda in die Sachsenliga gehört. rnl1

Wenn dies die Gastmannschaften äußern, ist das schon Balsam auf den Wunden. Bei einem sind sich aber alle einig. Sportlich waren die Zusestädter in dieser Saison zu unbeständig und waren in den meisten Spielen nicht in der Lage, ihr spielerisches Können abzurufen. Der sportliche Abstieg ist dann zwangsläufig das Ergebnis. Organisatorisch und zuschauertechnisch gehören die Ostsachsen allerdings in diese Spielklasse. Wenn die sportliche Leistung so gewesen wäre, wie die Organisation im Vorfeld und die unermüdlichen Einsätze der Fans, wäre ein Tabellenplatz im Mittelfeld durchaus drin gewesen.

Die Chance zur Rettung war da

Vor dem letzten Heimspieltag gab es mehrere Konstellationen, wie die Klasse hätte gehalten werden können. Wie die Ergebnisse im Nachhinein zeigen, hätten die Lausitzer jedoch beide Spiele mit 3:0 und/oder 3:1 gewonnen werden müssen. Mit dem Tabellenvierten Dresdner SSV und dem neuen Sachsenmeister aus Bad Düben war dies aber eine zu große Hürde.

Im ersten Spiel des Tages ging es gegen den Dresdner SSV, bei denen mit Rene Schmidt ein ehemaliger Blau-Weißer aufschlägt. Bis zum 11:11 konnten die Gastgeber die Begegnung offen gestalten. Danach mussten die zahlreichen Hoyerswerdaer Zuschauer jedoch mit ansehen, wie die Elbestädter das Zepter in die Hand nahmen und den ersten Satz mit 25:22 für sich entschieden.

Im zweiten Durchgang nutzten die Hausherren die kurzzeitige Schwäche des Gegners, um selbst mit 25:17 den Ausgleich zu schaffen. Die Hoffnung auf einen besseren Saisonausgang schwand aber sofort wieder im dritten Abschnitt. Die Blau-Weißen mussten von Beginn an einem Zwei- bis Drei-Punkterückstand hinterherlaufen und waren nicht in der Lage, diesen aufzuholen. Mit 23:25 ging dieser Durchgang zwar knapp, aber dennoch verloren.

Führung weg, Abstieg fix

Der vierte Satz verlief dann etwas besser, doch die frühe Hoyerswerdaer 3:0-Führung wurde anschließend leichtfertig vergeben und mit zunehmendem Verlauf übernahmen die Gäste aus Dresden das Spiel wieder. Nach genau 100 Minuten verloren die Volleyballfreunde Blau-Weiß mit 1:3 und der sportliche Abstieg war damit endgültig besiegelt.

Während der Spielpause gab es auch die ersten Ergebnisse aus den anderen Hallen. Die zweite Begegnung des Tages war damit nur noch für die Statistik. Egal, wie die Partie ausgegangen wäre, hätte sich also die Tabellensituation nicht mehr geändert.

Bei den Zusestädtern musste kurz vor Spielbeginn Steven Wildt aufgrund einer Verletzung passen. Für ihn kam Steffen Dutschmann zu seinem ersten Einsatz in der Sachsenliga - und der Hoyerswerdaer war sogar zwischendurch Spielkapitän.

Jeder durfte noch mal ans Netz

Aufgrund der besonderen Konstellation durfte jeder Blau-Weiße noch einmal ran. Egal, in welcher Formation die Hausherren spielten, die frisch gebackenen Sachsenmeister hatten stets die passende Antwort und waren in allen Belangen überlegen. Mit 18:25, 18:25 und 22:25 ging somit auch das letzte Spiel der Saison verloren.

Die Hoyerswerdaer bedankten sich bei ihren Fans, die trotz der vielen Rückschläge nie aufgegeben haben: "Ihr seid einsame spitze!"

Volleyballfreunde Blau-Weiß Hoyerswerda: Martin Kilz, André Lemke, Sascha Rikic, Sebastian Ullmann, Silvio Panoscha, Steven Wildt, Sven Steinhäuser, Jens Pollak, Jens Richter, Peter Hoffmann, Steffen Dutschmann.