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| 02:39 Uhr

Rassiger Rennsport

Hänchen. Die Gespanne gelten in der Motocross-Szene als interessanteste Rennklasse. Fahrerisches Geschick, akrobatische Einlagen – all das haben am Ostermontag rund 1500 Besucher am Hänchener Weinberg bei perfektem Rennwetter erleben können. Georg Zielonkowski/ski1

Mit viel Beifall wurden die überlegenen Tagessieger des Meisterschaftsauftaktes, Kristof Santermans und "Beiwagenfahrer" Elvijs Mucenieks, in Hänchen (Spree-Neiße) bedacht. Das belgisch-lettische Duo konnte sich aufgrund seiner technisch sauberen Fahrweise in beiden Läufen klar durchsetzen und zum Tagessieg fahren. Da blieb für die Vorjahres-Gesamtdritten Andreas Close und Christian Verhagen aus Belgien nach Rang zwei und drei in den beiden Läufen am Ende nur der Ehrenplatz.

Die Ehre der deutschen Armada der wagemutigen Männer retteten im Feld der 32 Gespanne die Gebrüder Joachim und Philipp Reimann aus Neuenberg-Griesheim, die als Dritte aufs Treppchen gerufen wurden. Neben der Wertung zur Deutschen Meisterschaft wetteiferten die B- und C-Lizenzfahrer um Punkte um den DMSB-Pokal. Am besten schnitt hier das Luckauer Gespann Tino Hannuschke und Uwe Friedrisszyk mit den Laufresultaten zwei und sechs ab.

Neben den Hauptrennen hatte der gastgebende MSC Hänchen auch die Quadklasse an die Startmaschine gerufen. Hier setzte sich mit zwei Laufsiegen souverän Maik Frenkel vom MSC Altmersleben auf Platz eins der Tageswertung.

Bemerkenswert und voller Hochachtung wurden hier die Fahrkünste von drei jungen Damen bewundert, von denen KTM-Pilotin Juliane Kolwe vom MC Lauchhammer im Feld der 29 Piloten im Mittelfeld auf Rang 15 landete.

Als dritte Rennklasse stellte sich beim 51. Renntag von Hänchen die Soloklasse der Senioren vor. Zwei einheimische Fahrer vom Gastgeberclub genossen hier das besondere Interesse des Publikums. Vordere Plätze waren von den Hobbyfahrern Sebastian Thiemig (Calau/Platz 22) und Jens Hirsch (Kolkwitz/33.) unter den 39 angetretenen Motocrossern aber nicht zu holen.

"Wir haben von den Rennkommissaren erneut gute Bewertungen erhalten", freute sich Rennleiter Michael Buder, der zudem glücklich war, die Rennen "unfallfrei über die Bühne gebracht" zu haben. Dabei konnte er sich im Vorfeld und am Renntag auf rund 20 treue Helfer verlassen, darunter im Start-Zielbereich Jürgen Lisk sowie Horst Kölling, der inzwischen 74 Jahre alt ist.