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Platzbesitzer lassen ihren Gästen nicht den Hauch einer möglichen Chance

Handball, Ostsachsenklasse. Die Reserve des SSV Stahl Rietschen hat mit 28:11 (12:7) gegen den SV Lok Schleife II gewonnen. Schleife trat im Gegensatz zum Hinspiel nicht in Bestbesetzung an. Im Gegensatz dazu konnte Rietschen auf eine volle Bank bauen. hlb1

Schleife war die tonangebende Mannschaft und ging aufgrund präziser Würfe durch Ronny Gurlit mit 3:1 in Front. Auf der anderen Seite war es Sören Pörsel und Bernd Hilke zu verdanken, dass Rietschen den Anschluss hielt (2:3, 4:5). Dann hatte sich Rietschens Abwehr gefunden. Dem 6:6-Ausgleich durch Sebastian Fritzsche folgten fünf weitere Tore, die die Stahl-Mannen auf 11:6 enteilen ließen.

Mit dem Zwischenstand von 12:7 ging es in die Halbzeit. Angeführt durch den starken Mittelmann Henrik Schmidt machte Rietschen in der zweiten Halbzeit da weiter, wo man aufgehört hatte. Der Mittelblock mit Schnabel, Walter, Schmidt und Pörsel stand felsenfest. Wenn doch einmal ein Wurf durchkam, wurde dieser Beute des überragenden Daniel Junge im Rietschener Tor. Bälle wurden abgefangen, Abpraller erkämpft und im Angriff oftmals uneigennützig der besser positionierte Nebenmann eingesetzt.

Innerhalb kürzester Zeit raubte Rietschen den Gästen die Illusion, etwas Zählbares mitzunehmen (17:7, 24:9). Als auch noch in eigener Unterzahl in Minute 53 ein Kempa-Tor durch Felix Kelch und Jonas Gottschling gelang, kannte die Freude auf Parkett und Rängen keine Grenzen mehr. Riccardo Gröger, der in den letzten vier Minuten das Gehäuse der Hausherren hütete, machte es seinem Vorgänger gleich und ließ aus dem Feld keinen Gegentreffer zu. Einzig ein Siebenmeter nach dem Schlusspfiff fand noch sein Ziel im Rietschener Gehäuse.

Es war eine letztendlich geschlossene Mannschaftsleistung aller 14 Rietschener Spieler mit einem tollen Ergebnis zum Saisonabschluss. Am Ende belegen die beiden Mannschaften aus Schleife und Rietschen nach einer gelungenen Saison 2014/2015 die guten Plätze 3 und 4 in der Ostsachsenklasse.

Rietschen: Daniel Junge, Riccardo Gröger im Tor, Robert Walter, Sebastian Fritzsche (5), Bernd Hilke (3), Ted Erfurth (-,1), Sören Pörsel (5 /2), Henrik Schmidt (5), Matthias Schnabel, Richard Fröhlich, Felix Kelch (2), Phillip Steinert (1), Karl-Johann Jäkel (1), Jonas Gottschling (3)

Schleife: Thomas Ruhland (-,1), Roland Marusch, Dominik Neitsch (2), Raik Kismarton (-,1), Dietmar Oertel (1), Joe Sticherling (2), Julius Schöbel, Frank Nakoinz, Ronny Gurlit (4), Max Koitschka