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Partwitzer starten in die neue Saison

Viel Andrang herrschte während des Partwitzer Reitertages nicht nur in der Halle, sondern ebenso im Freigelände. Insgesamt gab es zum Saisonauftakt um die 150 Starts in mehreren Prüfungen.
Viel Andrang herrschte während des Partwitzer Reitertages nicht nur in der Halle, sondern ebenso im Freigelände. Insgesamt gab es zum Saisonauftakt um die 150 Starts in mehreren Prüfungen. FOTO: T. Richter-Zippack/trt1
REITSPORT. Es herrscht wieder Leben auf dem Partwitzer Reiterhof. Nach langen Monaten der Kälte, des trüben Wetters und des Matsches hat nunmehr die Saison 2015 begonnen. Und zwar mit einem Paukenschlag. Denn zum ersten Mal hat der Reit- und Fahrverein Klein Partwitz zu einem sogenannten "Youngster-Tag" eingeladen. Torsten Richter-Zippack / trt1

Vornehmlich jüngere Pferde und Reiter erhielten in diesem Rahmen Gelegenheit, Erfahrung auf dem Reitplatz sowie in der neuen Reithalle zu sammeln. Dass dabei nicht alles klappt, nehmen die zahlreichen Zuschauer gelassen hin. "Kein Beinbruch", sagt jemand, als eine junge Reiterin mit ihrem Ross zum wiederholten Mal die oberste Latte eines Hindernisses in die Tiefe reißt. "Meister fallen nun einmal nicht vom Himmel", ergänzt sein Nachbar.

Am Start ist auch Lokalmatadorin Stefanie Krause. Die 24-Jährige zählt nicht nur zum RFV Klein Partwitz, sondern wohnt seit acht Jahren im namensgebenden Seenlanddorf. Obwohl Krause recht ruhig wirkt, brodele es in ihr, sagt die Partwitzerin. Dann geht es mit ihrem Ross zur Springprüfung. Sie reitet in die Halle ein, will starten. Und was passiert? Nichts. Das Pferd hält vor dem ersten Hindernis einfach an. Es will nicht mehr. Selbst gutes Zureden kann das Tier nicht überzeugen weiterzumachen. Enttäuscht kehrt Stefanie Krause um. Buh-Rufe von der Zuschauertribüne bleiben ebenso aus wie Gelächter. "Wenigstens das erste Hindernis hätte das Pferd ja überqueren können. Aber was soll's? Es kann ja nur besser werden", lautet das Resümee der 24-Jährigen. Krause vermutet, dass ihr Ross möglicherweise durch die vielen Zuschauer, die Beleuchtung, kurzum durch die ungewohnte Atmosphäre völlig verunsichert worden sein könnte. "Denn wir haben schon so oft in dieser Reithalle trainiert. Und meistens klappte auch alles."

Stefanie Krause ist in Partwitz keine Unbekannte. Schließlich hat sie sich ihren Lebenstraum erfüllt und das Hobby zum Beruf gemacht. Nach der dreijährigen Ausbildung als Pferdewirtin ist sie nun auf dem Partwitzer Reiterhof tätig. Entmutigen lässt sich die sympathische Frau vom jüngsten Rückschlag indes nicht. Bereits am kommenden Wochenende will sie beim Frühjahrsturnier in Sedlitz zeigen, was in ihr und ihrem Pferd steckt.

Indes geht es beim "Youngster-Tag" recht gemächlich zu. Reiter für Reiter absolviert seine Dressur- beziehungsweise Springprüfung. Vor der Halle gibt es bei schönstem Frühlingssonnenschein viel Gesprächsbedarf. Man kennt sich halt unter den Pferdenarren. Manche hätten sich, so sagen sie, ein halbes Jahr nicht mehr gesehen.

Der Höhepunkt der Partwitzer Reitersaison 2015 stehe vom 8. bis 11. Oktober an. Im Herbst wird zum großen Turnier geladen. Dann sogar mit internationaler Beteiligung. RFV-Angaben zufolge wolle sich das Seenlanddorf zu einer der ersten Adressen für hochrangigen Pferdesport in Sachsen etablieren. Dass dies keine leeren Worte sind, habe bereits der "Youngster-Tag" bewiesen. Über 150 Starts mit Pferdesportlern aus drei Bundesländern sprächen für sich.

www.partwitzer-hof.de