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Neißedörflern gelingt glücklicher Punktgewinn

Theodor Brendel (am Ball) war mit sieben Treffern der beste Sagarer Schütze.
Theodor Brendel (am Ball) war mit sieben Treffern der beste Sagarer Schütze. FOTO: Joachim Rehle/jor1
Handball, Ostsachsenliga. Die Männer von Rot-Weiß Sagar haben ihr Heimspiel gegen Sohland gewonnen. Allerdings extrem knapp, denn gegen die Oberländer stand am Ende ein 28:27-Erfolg zu Buche. Doch was soll's: Die Punkte blieben an der Neiße. Peter Hoffmann / pht1

Sagar hatte Anwurf. Bereits nach 32 Sekunden stand es 1:0 durch einen guten Wurf von Theodor Brendel. Sohland glich dann aber wieder aus. So sollte sich das Spiel fortsetzen. Eine Zwei-Tore-Führung gelang in der 7. Minute, aber bereits drei Minuten später stand es wieder 4:4. Die relativ magere Torausbeute lässt sich wie folgt erklären: Es war nämlich die schlechte Chancenverwertung durch unplatzierte und unmotivierte Würfe. Die Gäste von der Spree machten es nicht besser, dennoch gelang jetzt die 4:6-Führung. Aber Rot-Weiß ließ nicht abreißen, glich erneut aus, drehte das Resultat und ging selbst wieder in Front. So konnte in der 20. Minute ein 11:8 erzielt werden. Allein die Fehlerquote blieb zu hoch. Obwohl zwischenzeitlich mit dem 15:10 eine Fünf-Tore-Führung erzielt wurde, ging es dann mit einem doch recht dürftigen 16:13 in die Halbzeitpause.

Jetzt hoffte so mancher in der Halle auf eine schon so oft gesehene Leistungssteigerung in Runde zwei. Scheinbar war es auch diesmal so, denn die Mannschaft packte erst mal zwei Treffer drauf zum 18:13. Doch was sich in den kommenden zwölf Minuten abspielte, ist schwer zu beschreiben.

Die Gastgeber verweigerten jede Möglichkeit, erfolgreich zum Torabschluss zu kommen. Das galt für Würfe aus allen Positionen einschließlich eines verworfenen Siebenmeters. Sohland machte sich an die Aufholjagd. Wäre da nicht Steffen Skubich gewesen, der mit drei Glanzparaden und einem gehaltenen Siebenmeter in großer Manier rettete. Ansonsten wäre Sagar wohl jetzt unter die Räder gekommen. Doch wenn auch in der 44. Minute wieder ein Treffer gelang, stand es immerhin 19:17. Die Gäste blieben am Drücker. Aber in der 46. Minute passierte es dann. Es fiel anschließend der 20:20-Ausgleich in einer Phase, in der wieder ein Siebenmeter verworfen wurde.

Jetzt hätte das Spiel leicht kippen können, aber die Neißedörfler besannen sich ihrer Fähigkeiten und gingen mit vier Treffern in Führung. Diese sollten eigentlich in der 52. Minute reichen, um den Stiefel erfolgreich herunterzuspielen. Nicht so an jenem Tag. Beim 26:22 wurden drei Großchancen vertan. Schwarz-Weiß verkürzte auf 26:24. Der glückliche Umstand, dass Sagar nun wieder vorlegte und der Anschlusstreffer nicht fiel, war die Option auf den Heimsieg. Denn etwa 50 Sekunden vor Ende wurde beim Stand von 28:26 der dritte Siebenmeter verworfen. So konnte der Gast noch wenige Sekunden vor Abpfiff den 28:27-Anschluss erzielen, zu mehr reichte es dann aber doch nicht.

Der Sagarer Sieg wurde so noch aus dem Feuer gerissen. Die gezeigte Leistung dürfte allerdings für dieses Wochenende kaum ausreichen, wenn es zum Lokalderby nach Schleife geht. Das Spiel steigt dann Sonnabend um 18 Uhr, wozu auch viele Fans von Sagar eingeladen sind.

Sagar: Skubich, Schmidt (1), Schlammer (1), Richter (2), Th. Brendel (7), M. Brendel (1), Ladusch (4), T. Brendel (1), Bergel (1), Erlitz (10/2)