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Massener Frauen werden für ihre Gäste fast zum Favoritenschreck

Brandenburgliga, Frauen.. Von der Tabellenkonstellation her erwartete die zahlreichen Zuschauer in der Massener Sporthalle eine klare Partie zugunsten der Gäste aus dem fernen Angermünde. Die TSV-Frauen (Platz 9) trafen auf keinen geringeren als den Tabellenführer, der auch noch die Möglichkeit hatte, mit einem eigenen Sieg und einer Niederlage des Verfolgers aus Luckenwalde den Landesmeistertitel bereits zwei Spieltage vor Saisonende perfekt zu machen. Claudia Neumann

Davon völlig unbeeindruckt gingen die Germania-Frauen in die Begegnung. Am Ende hieß es 19:23, doch die TSV-Damen konnten erhobenen Hauptes das Spielfeld verlassen.

Den Gästen gelang zwar der erste Treffer der Partie, doch dann drehte der TSV, angetrieben vor allem von einer abschlusssicheren Nancy Burghardt - sie erzielte sechs der ersten acht Treffer des TSV - und einer ganz starken Defensivleistung und Kristin Müller im Tor, richtig auf. Der Gästetrainer sah sich so früh genötigt, die Auszeit zu nehmen.

Doch die Massenerinnen kämpften auch danach um jeden Ball und Torerfolg. Mit einem überraschenden, aber völlig verdienten Zwei-Tore-Vorsprung (11:9) ging es in die Kabinen und ein jeder, der sich wünschte, dass das Spiel bereits vorbei sei, sollte nicht ganz Unrecht haben.

Ob Angermündes Trainer seine Mädels mit der Aussicht auf eine rauschende Meisterfeier oder anderweitig motiviert hat, ist unklar - es müssen jedenfalls die richtigen Worte gewesen sein. Innerhalb von 1:30 Minuten gelang den Gästen der Ausgleich zum 11:11. Massen hielt weiter tapfer dagegen, doch mit fortlaufender Spielzeit waren es mehr und mehr die Spielerinnen des HCA, die das Heft des Handelns in die Hand nahmen und sich zwischenzeitlich mit drei Toren absetzten.

Mit bewundernswerter Leidenschaft und Kampfgeist jeder einzelnen Spielerin gelang es dem TSV auch in der 50. Minute nochmals, den viel umjubelten Ausgleich zum 17:17 durch Maria Starý zu erzielen und ganz, ganz doll an der Sensation zu schnuppern. Leider fehlte es im Angriff nun mehr und mehr an Durchschlagskraft und es schlichen sich unnötige Fehler ins Spiel, welche es den Gästen ermöglichten, den Vorsprung in den Schlussminuten auf vier Tore auszubauen.

Die TSV-Frauen ernteten für ihre Leistung nicht nur viel Applaus des Publikums, sondern auch lobende Worte des Trainergespanns. Immerhin brauchte der neue Landesmeister 58 Minuten, um den Titel gegen ein aufopferungsvoll kämpfendes Germania-Team perfekt zu machen.

Germania Massen: Tor: A. Barth, K. Müller. Feld: U. Richter (1), R. Freigang (3), N. Stemmer, A. Beer (2), M. Starý (3), B. Walter (2), A. Jäckel, N. Burghardt (7), M. Hänsel, L. Walter (1), M. Kohl, C. Käbermann.