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LHC-Frauen kassieren erste Schlappe

Die vierfache Torschützin Juliane Lehmann überläuft Werders Juliane Wille und bringt den LHC vier Minuten vor dem Abpfiff noch einmal auf 26:27 heran, zu Zählbarem reichte es für die Cottbuserinnen jedoch erstmals in dieser Spielzeit nicht.
Die vierfache Torschützin Juliane Lehmann überläuft Werders Juliane Wille und bringt den LHC vier Minuten vor dem Abpfiff noch einmal auf 26:27 heran, zu Zählbarem reichte es für die Cottbuserinnen jedoch erstmals in dieser Spielzeit nicht. FOTO: Georg Zielonkowski/ski1
Cottbus. Nun hat es die Aufsteiger-Damen des LHC Cottbus doch einmal erwischt. Nach zwei niederlagenlosen Jahren in den unteren Spielklassen und dem Auftaktprogramm in der Berlin-Brandenburg-Liga haben die routinierten Spielerinnen vom HV Werder, besetzt mit einigen Drittliga-Spielerinnen, den Emporkömmlingen gezeigt, wo der Handball in der BB-Liga nun wirklich hängt. Mit 28:31 ging die Partie für den bisherigen Tabellenzweiten verloren. Georg Zielonkowski / ski1

Von der ersten Spielminute an konnte man die Gelassenheit der Gästemannschaft erkennen, die ihre Führung stets zwischen einem und drei Treffern dargestellt sah. Weil sich der HV aus Werder am Kreis druckvoll und entschlossen zeigte und zudem die LHC-Abwehr zu respektvoll agierte. So hatten die wuchtig aufspielenden und auch präzise das Tor anvisierenden Damen in Grün-Weiß stets die Führung inne. Bis auf einen Moment wenige Minuten vor der Pause. Da nutzten die Gastgeber eine Überzahl-Situation, um kurzzeitig zum 12:12 auszugleichen. Doch zog der HV sofort an, um mit einem verdienten 14:12 in die Kabinen abzuwandern. Der Vorsprung hätte zu diesem Zeitpunkt durchaus noch klarer ausfallen können, hätte Nadine Lauersdorf für den LHC nicht alle verhängten Strafwürfe vom Siebenmeterpunkt sicher im Gästegehäuse untergebracht.

Nach der Pause zeigten sich die LHC-Damen bissiger am Kreis und sicherer im Abschluss der Angriffe, die nun nicht mehr so überhastet beendet wurden. So kam Cottbus ergebnistechnisch wieder heran und in der 41. Minute gar zur ersten, jedoch einzigen Führung. Viel zu schnell aber wurde das 19:18 wieder preisgegeben, so dass mehrfach ein Dreitoreplus für Werder an der Anzeigetafel aufleuchtete. Leichte Hoffnung auf die mögliche Punkteteilung flammte aber noch einmal zwei Minuten vor Schluss auf, als es 28:29 hieß. Unbeeindruckt davon zog danach der Gast dann aber wieder davon, so dass am Ende ein deutliches 31:28 für Werder zu verzeichnen war.

Trotz des sicheren Erfolges seiner Mannschaft zeigte sich Werders Co-Trainer Florian Biebeler beeindruckt von der Leistung des Klassenneulings: "So stark hatten wir die Cottbuser bei allem Respekt wirklich nicht erwartet. Dennoch ist unser Sieg wohl auch als verdient zu bezeichnen." Was vom LHC-Coach Michael Schuster vorbehaltlos bestätigt wurde: "Werder mit seinen erfahrenen Spielerinnen hat uns heute gezeigt, wie in der BB-Liga gespielt wird. Dennoch war unser Spiel trotz der ersten Niederlage keineswegs unser schlechtestes in der Saison. Ich denke, dass wir auf einem guten Weg sind. Dazu müssen wir aber auch zielstrebig an der Verbesserung unserer körperlichen Präsenz arbeiten."