| 02:35 Uhr

LHC Cottbus landet höchsten Sieg des Tages

Berlin. In der Oberliga ist der LHC Cottbus am Samstag seiner Favoritenrolle gerecht geworden und hat beim Schlusslicht Berliner SV mit 36:26 gewonnen. Durch den höchsten Sieg an diesem Spieltag schoss sich der LHC auf Platz zwei hinter dem noch verlustpunktfreien Spitzenreiter MTV 1860 Altlandsberg. Wolfgang Swat

Es war ein Start-Ziel-Sieg. Nur unmittelbar nach Spielbeginn beim Stand von 1:1 konnten die Gastgeber ein einziges Mal Gleichstand erzielen. Und doch war es in der ersten Halbzeit ein etwas müdes Ringen, um die Dominanz auch zahlenmäßig auszudrücken. Es schien, als müssten sich die Spieler bei der in der Oberliga ungewöhnlichen Anwurfzeit um 16 Uhr noch das Mittagsschläfchen aus den Gliedern schütteln, zumal die Atmosphäre in der schmucken Sporthalle wenig Muntermacher erzeugte. In der Arena, die 2500 Zuschauern Platz bietet, verloren sich nur ein paar wenige Fans. "Da fiel es unseren Spielern schwer, sich richtig heiß zu machen", monierte Trainer Marcel Linge.

Zwei, drei Tore Vorsprung, mehr gelangen zunächst nicht. "In einer Auszeit habe ich mehr Konzentration angemahnt." Linges Weckruf zeigte Wirkung, denn das dünne Polster wuchs bis zum Pausenpfiff auf 18:13 an. Wenn es überhaupt Zweifel am Erfolg des LHC gegeben haben sollte, dann waren die spätestens beim 26:18 in der 40. Minute beseitigt. Der Spielstand ermöglichte erstmals in dieser Saison den Einsatz aller Akteure. Vor allem auf der rechten Außenposition wiesen Richard Lößner und Marc Hiesener nach, dass sie Chancen auch effektiv nutzen können.

"Es war ein vernünftiges Spiel von uns, mehr nicht", fasste Linge zusammen. "Wir haben bisher eine gute Saison absolviert, doch einen Grund zum Abheben gibt es nicht. Dennoch können wir mit breiter Brust die weiteren drei Auswärtsspiele in Angriff nehmen."