ANZEIGE
ANZEIGE
ANZEIGE
| 02:36 Uhr

Lausitzer für tolle Junioren-WM ausgezeichnet

Die erfolgreichen WM-Starter und ihre Trainer (von links): Rainer Gatzke, Richard Banusch, Michael Gaumnitz, Nik Schröter und Aleksander Harisanow.
Die erfolgreichen WM-Starter und ihre Trainer (von links): Rainer Gatzke, Richard Banusch, Michael Gaumnitz, Nik Schröter und Aleksander Harisanow. FOTO: Georg Zielonkowski/ski1
Cottbus. Drei Lausitzer haben bei der Junioren-WM der Bahnradsportler aufhorchen lassen. Gemeinsam mit dem Forster PSV-Fahrer Bastian Flicke wurde Richard Banusch vom RSC Cottbus mit dem Team der Mannschafts-Verfolger Siebter. Banusch war zugleich Achtplatzierter des Punktefahrens. Das Meisterstück aber lieferte Vereinskollege Nik Schröter ab. Georg Zielonkowski / ski1

Der RSC-Fahrer konnte sich beim Teamsprint die Bronzemedaille sichern. Die beiden Cottbuser wurden von Bernd Kühner während eines Empfanges gebührend gewürdigt. In seiner Rede erinnerte der RSC-Präsident an die sportlichen Anfänge der beiden. "Nik hat 2007 in der Altersklasse U11 in Ullersdorf den Sprint beim Straßenrennen gewonnen, nun rast der Junge mit dem Team zu WM-Bronze auf der Schweizer Bahn von Aigle. Da Nik zwischendrin ja auch einige Titel wie den des Deutschen Meisters 2015 geholt hat, können wir da durchaus von einer gradlinigen Entwicklung reden, die er nun bei einer WM mit Bronze gekrönt hat. Klasse für ihn, aber auch für unseren RSC!"

Es war sogar noch mehr drin

Dabei war für Schröter, der einst beim RSV Finsterwalde mit dem Radsport begann, die Bronzemedaille ein eher schwacher Trost. "Wir haben um ganze sieben Tausendstel das große Finale verpasst, Silber oder sogar mehr waren tatsächlich drin. Aber man soll ja auch zufrieden sein mit dem, was man hat. Und eine WM-Plakette ist nun mal was Besonderes", tröstete sich der Junior, der sich mit Zschocke (Venusberg) und Hinze (Schwerin) im kleinen Finale gegen Polen durchsetzen konnte. Die zweijährige Zusammenarbeit mit Heimtrainer Aleksander Harisanow hatte sich ausgezahlt.

Mit Michael Gaumnitz und Rainer Gatzke hat Richard Banusch gleich zwei Heimtrainer an seiner Seite, die ihn in den letzten Jahren geformt haben. Die allerdings mit etwas Wehmut verfolgt haben, wie ihr Schützling bei der Juniorenweltmeisterschaft in der Schweiz beim Punktefahren unverschuldet in einen Sturz verwickelt war, wodurch es am Ende nur zu Platz acht gereicht hat.

Im Bahnradsport angekommen

"Aber nach dem schweren Beginn im Jahr 2016, als ich durch eine recht lange Krankheit spät in die Gänge kam, muss ich am Ende damit zufrieden sein. Bei der Deutschen Meisterschaft hat es mit dem Vizeplatz beim Einzelzeitfahren schon ein Achtungszeichen gegeben, das nun bei der WM mit immerhin 40 Startern bestätigt wurde. Inzwischen bin ich wirklich froh, dass ich nach vielen verschiedenen Sportarten, die ich in der Jugend probiert habe, beim Radsport gelandet bin", erzählt der Vetschauer, der übrigens 2007 ein Kreisfinale im OSL-Kreis gewinnen konnte - allerdings damals noch in der Sportart Tischtennis.

Nun richtet sich Banuschs Augenmerk schon auf die Deutschen Meisterschaften, die vom 24. bis 28. August auf der heimischen Radrennbahn in Cottbus ausgetragen werden. "Da muss ich richtig gut abschneiden, denn danach kommt ja noch was ganz Großes. Ich will unbedingt im Oktober zur Straßen-Rad-WM nach Katar. Da lege ich all meine Kraft rein, um das zu schaffen", erklärt Richard Banusch seinen konkreten Zukunftsplan.