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Kurs verlangt Fahrern alles ab

Massenstart der Marathon-Fahrer über zweimal 20 Kilometer. Die Strecke war für die Teilnehmer eine große Herausforderung.
Massenstart der Marathon-Fahrer über zweimal 20 Kilometer. Die Strecke war für die Teilnehmer eine große Herausforderung. FOTO: Mirko Sattler/sam1
Lauchhammer. Das Kippenrennen in Kleinleipisch hat sich zu einer festen Größe in der Radsportszene entwickelt. Mit diesem Event wollen die Veranstalter auch an die großen Erfolge anknüpfen, die einst von Lauchhammer ausgingen. Mirko Sattler / sam1

Lauchhammer war zu DDR-Zeiten eine der vielen Radhochburgen im Land. Das scheint sich bei den derzeitigen Stars herumgesprochen zu haben. Am vergangenen Sonntag waren zum Beispiel der Militär-Weltmeisterschaften im Straßenrennen und derzeitige deutsche Meister im Steherrennen, Stefan Schäfer, sowie der vierfache sächsische Meister und zweifache Sieger auf dem Sachsenring, Johannes Heider, auf der Marathonstrecke in Kleinleipisch unterwegs.

"Ich bin einfach aus Spaß an der Freude hier. Die Strecke kenne ich nicht, ich lasse mich daher überraschen. Sie soll technisch anspruchsvoll sein. Wir werden hier gut zu tun haben", sagte der 30-jährige Stefan Schäfer aus Cottbus, der sich mit diesem Rennen auch auf die Steher-EM in Paris am 19. Oktober vorbereitet. Für Johannes Heider ist diese Strecke komplettes Neuland. "Ich bin hier noch nicht gefahren. Wir werden zusammen mit Stefan den Marathon fahren. Wir sind schon mal eine Country-Cross-Runde gefahren und ich muss sagen, sie ist nicht so schlecht. Anpeilen werden wir auf jeden Fall einen Platz auf dem Podium", sagte der Sachse Johannes Heider, der für das Z-Team MTB fährt.

Am Ende fuhren die beiden Profis einen Doppelsieg ein, wobei Johannes Heider gut 15 Minuten später ins Ziel kam als der Cottbuser Stefan Schäfer.

Knapp 100 Starter gingen auf die insgesamt sechs Streckenvarianten, wobei die Altersklasse U11 die 4-km-Runde, die U13 zwei Runden, die U15 dreimal die 4-km-Runde sowie die Männer ab 18 Jahren im Country-Cross 60 Minuten plus eine Runde fahren mussten. Beim Marathon galt es zweimal die 20,45-km-Runde zu fahren.

"Die Strecke ist cool und gut mit ein paar Hindernissen ausgewählt worden. Sie hat sich aber mit zunehmender Rundenzahl immer matschiger entwickelt", verriet Matthias Brose aus Schwarzheide, der den zweiten Platz im Country-Cross belegte. Im vergangenen Jahr fuhr er den Marathon. "Beim Marathon wird es erst am Ende interessant. Der Countrykurs ist kleiner und härter. Hier bleibt der Puls permanent oben", sagte der 45-Jährige von der Bike Bude 24.

Über 50 Teilnehmer zählte der Veranstalter der Sektion Radsport des SV Glück Auf Kleinleipisch bei den Kindern und Kleinkindern. "Das ist Spitze", lobte Radsportfreund Heiko Bathow die Teilnahme und verriet, dass die Kids durch ein Missgeschick eine tolle Leistung erbracht haben. "Eigentlich sollten die Bambinis der Altersgruppe sechs bis neun Jahre nur eine Runde von 1,24 km fahren. Doch irgendwie sind sie am Wendepunkt vorbeigefahren und haben gleich eine große Runde von vier Kilomter zurückgelegt", so der Cheforganisator.

Für fundiertes Hintergrundwissen in Sachen Radsport sorgte wieder Moderator Werner Meisel, der nicht nur diese Radsportveranstaltung professionell kommentierte.