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Kolkwitzer Kämpferin holt WM-Bronze

Thomas und Juliane Groß (r.) vom Kolkwitzer SV präsentieren Urkunde und Medaille von der Weltmeisterschaft in Belgien.
Thomas und Juliane Groß (r.) vom Kolkwitzer SV präsentieren Urkunde und Medaille von der Weltmeisterschaft in Belgien. FOTO: Sven Bock
Kolkwitz. Großer Erfolg für die Kolkwitzerin Juliane Groß: Die Qwan Ki Do-Kämpferin und Trainerin des KSV hat bei den kürzlich stattgefundenden Weltmeisterschaften in Belgien eine WM-Bronzemedaille für Deutschland geholt. Sven Bock

In drei Kämpfen sollte Juliane Groß als Kapitänin das dreiköpfige Deutsche Frauenteam eigentlich anführen. Nach dem Sieg im ersten Kampf war für die Kolkwitzerin der zweite allerdings schon nach wenigen Sekunden beendet. Durch einen unsauberen Schlag der Gegnerin ins Gesicht wurde ihr der Kiefer ausgerenkt. Nach der Untersuchung durch den Sanitäter hätte Juliane Groß eigentlich weiter kämpfen können. Doch die Unparteiischen brachen den Kampf ab, weil die fünf Minuten eingeräumte Pausenzeit schon überschritten gewesen sein soll. Damit ging dieses Aufeinandertreffen verloren und auch das dritte Gefecht, in dem die KSV-Kämpferin nach der Verletzung nicht mehr eingesetzt wurde, endete mit einer Niederlage. Juliane Groß: "Es ist etwas schade, weil mehr drin gewesen wäre, wenn alles normal gelaufen wäre. Leider haben auch die Schiedsrichter fragwürdige Entscheidungen gegen uns gefällt. Aber der 3. Platz von sechs Teams ist trotzdem ein sehr gutes Ergebnis."

Los-Pech hatten die beiden männlichen KSV-Sportler Christian David und Thomas Groß, die bei den Graduierten als Team antraten. Die 21 Mannschaften wurden in zwei Gruppen aufgeteilt, in denen im einfachen K.o.-System gegeneinander gekämpft wurde. Und bereits in der 1. Runde bekamen die beiden Kolkwitzer die bis dahin amtierenden Weltmeister zugelost. Damit war nach einem Kampf die WM für sie schnell vorbei. Juliane Groß zog dennoch ein positives Fazit: "Christian und Thomas haben sich trotzdem gut gehalten und sich nicht verhauen lassen. Wir haben bei der WM viele Erfahrungen gesammelt, es war ein gelungene Veranstaltung. Das ganze Prozedere wirkt sicher noch lange nach."