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Knochenbrüche stellen die Sieger in den Schatten

Die Trikotträger nach Abschluss der 40. Junioren-Etappenfahrt waren Richard Banusch (l. ) und Max Kanter (r.) vom RSC Cottbus sowie Gesamtsieger Leo Appelt aus Niedersachsen.
Die Trikotträger nach Abschluss der 40. Junioren-Etappenfahrt waren Richard Banusch (l. ) und Max Kanter (r.) vom RSC Cottbus sowie Gesamtsieger Leo Appelt aus Niedersachsen. FOTO: Georg Zielonkowski/ski1
Cottbus. Ein Novum der unschönen Art hat die 40. Auflage der Junioren-Etappenfahrt erlebt. Drei Unfälle mit Schwerverletzten hat es am Wochenende bei der Jubiläumstour gegeben, weshalb ein Rennen gänzlich gestrichen wurde. Georg Zielonkowski

Was auf keiner der zuvor ausgetragenen Junioren-Etappenfahrten stattfand, ist am Schlusstag der Jubiläumstour traurige Realität geworden. Aufgrund von drei Unfällen im Raum Drehnow/Maiberg mit einigen Schwerverletzten entschloss sich die Rennleitung zwar dazu, die Masters-Fahrer ihre zweite Runde vollenden zu lassen, das Feld der Junioren dagegen wurde nach dem Zwangshalt nicht mehr zum Start frei gelassen. "Es gab keine Sicherheitsmängel an der Strecke, den Organisatoren ist kein Vorwurf zu machen", so das Urteil von Bundestrainer Helmut Taudte. Der ergänzte, dass wohl ausschließlich Fahrfehler zu den traurigen Ereignissen geführt hätten. Mit Oberkiefer-, Jochbein- und Augenhöhlenbruch hatte es Masterfahrer Uwe Kalz am schlimmsten erwischt. Im Gegensatz zum 48-jährigen Delitzscher wurden die beiden Nachwuchsfahrer, die keine Knochenbrüche davon trugen, lediglich eine Nacht in der Klinik zur Beobachtung behalten, am heutigen Montag sollen sie dann wieder ihre Heimreise antreten.

Unter diesen Umständen verkamen die Resultate der Jubiläumstour beinahe zur Nebensache. Gesamtsieger der Masterfahrer war der Bremer Madi Riha, während sich bei den Junioren die RSC-Fahrer bestens präsentiert haben. Im Besonderen Max Kanter, der zwei Etappen im Sprint gewann und beim Zeitfahren dem späteren Gesamtsieger Leo Appelt aus Niedersachsen den Vortritt lassen musste. Dessen dabei herausgefahrenen 16 Sekunden Vorsprung reichten dem 18-Jährigen aus Langenhagen zum Gesamterfolg. Auch bei kompletter Beendigung der letzten Etappe hätte Kanter nur noch seinen Nationalmannschaftskollegen abfangen können, wenn er den Leader des Feldes im Rennverlauf hätte abschütteln können. Über die Prämienpunkte war kein Vorbeikommen mehr möglich, da Kanter zwar die erste Sprintwertung des Sonntags gewann, Appelt hier aber Platz zwei belegte. Dennoch durfte sich Max Kanter über das Trikot des Sprintbesten freuen. Ein weiteres Leibchen wanderte in die Hände des RSC-Fahrers Richard Banusch, der sich als Fünfter der Gesamtwertung als bester Nachwuchsfahrer vorstellte. Für Trainer Rainer Gatzke der Beweis der guten Arbeit seiner Jungs, die beim ersten Rennen der Saison vielversprechende Akzente setzten.