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| 02:47 Uhr

Heimsieg nach großem Kampf

Die Kegler des SV Senftenberg haben in der 2. Bundesliga einen ganz wichtigen Sieg errungen.
Die Kegler des SV Senftenberg haben in der 2. Bundesliga einen ganz wichtigen Sieg errungen. FOTO: Verein
Senftenberg. Licht und Schatten haben die Bundesliga-Kegler des SV Senftenberg in ihrem Heimspiel gezeigt. Am Ende reichte es trotzdem zu einem 6:2-Sieg gegen den ESV Lok Cottbus. red

Es war sicherlich nicht der große Befreiungsschlag für die Senftenberger Kegler, aber ein ganz wichtiger Heimsieg. In einem Duell auf Augenhöhe setzte sich die jahrelange Erfahrung, die Moral und der Kampfgeist des Gastgebers durch. Die Cottbuser waren keinesfalls chancenlos, doch verfehlten sie die entscheidenden Satzpunkte. Senftenberg zeigte keine geschlossene Mannschaftsleistung, überzeugte jedoch mit Teamgeist und starken Einzelleistungen.

Im Startpaar mit Sven Seiffert (576 Kegel, 1 Punkt) gegen Jürgen Schuhr (530 Kegel) und Alexander Schuppan (560 Kegel, 1 Punkt) gegen Wolfgang Roick (527 Kegel) gab es gleich pure Bundesligakost mit allem Drum und Dran. Heiß umkämpfte Bahnen wurden durch Routine und Cleverness von den Hausherren gewonnen. Folgerichtig war dann auch der Gewinn beider Mannschaftspunkte.

Im Mittelpaar wollten Mario Peßolat (gemeinsam mit Jens Lehmann 490 Kegel) gegen Dietmar Krone (519 Kegel, 1 Punkt) und Ben Ungermann (533 Kegel, 1 Punkt) gegen Sebastian Krause (532 Kegel) das Senftenberger Schiff schon sicher in den Siegeshafen lotsen. Doch das misslang. Mit einer perfekten Schlussbahn holte Ungermann noch den Punkt. Im anderen Duell blieben Peßolat und Lehmann insgesamt blass. Jetzt musste wieder das Schlusspaar ran, um den Heimerfolg zu sichern. Steffen Kretzschmar (575 Kegel, 1 Punkt) gegen Swen Thron (504 Kegel) und Jens Harder (499 Kegel) gegen Detlef Hass (512 Kegel, 1 Punkt) nahmen den Kampf sofort an und setzten die Cottbuser Kegler unter Druck. Der Gesamtkegelvorteil blieb auf der Seite der Heimmannschaft und so sah der Sieg mit 6:2 Punkten deutlicher aus, als er wirklich war.

Der SV Senftenberg verschaffte sich damit Luft im Abstiegskampf und kann wieder vom Klassenerhalt träumen. Doch die nächsten schweren Prüfungen stehen bald an.

Zum Thema:
Die Brandenburger Schiedsrichtergilde hat einen Jubilar der ganz besonderen Güte: Hans-Joachim Proschek vom SV Senftenberg absolvierte am vergangenen Samstag beim Bundesligaspiel Elsterwerda gegen Kleeblatt Berlin seinen 200. Einsatz - und wieder, wie immer, mit Bravour. Das bestätigten gleichlautend beide Mannschaftskapitäne und der ebenfalls anwesende Vereinsvorsitzende des ESV Lok Elsterwerda, Joachim Richter. Es ist ein ganz besonderes Jubiläum, denn auf so viele Einsätze können nur ganz wenige Schiedsrichter zurückblicken, das spricht für Qualität. Die Ehrung erfolgte im Rahmen des Bundesligaspiels durch den amtierenden Vizepräsidenten Classic des SKVB. Der Heimatverein von Hans-Joachim Proschek übergab zusätzlich noch Ehrengeschenke.