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HC Bad Liebenwerda gewinnt Krimi

Mit einer Umstellung in der Kurstädter Abwehr ging es in die letzten fünf Minuten, in denen der HCL das Spiel auf den Kopf stellte.
Mit einer Umstellung in der Kurstädter Abwehr ging es in die letzten fünf Minuten, in denen der HCL das Spiel auf den Kopf stellte. FOTO: vrs1
Bad Liebenwerda. Unter stehenden Ovationen der zahlreichen Zuschauer hat der HC Bad Liebenwerda am Samstagnachmittag einen wichtigen 28:26 (14:11)-Heimsieg gegen das Ligaschlusslicht von der HSG Schlaubetal gefeiert und bleibt damit in der Mission "Klassenerhalt" in der Brandenburgliga voll auf Kurs. fho

Die junge Mannschaft des HCL hatte sich vorgenommen, druckvoll und selbstbewusst aufzutreten. Die Heimmannschaft eröffnete auch durch Martin Dietrich sofort den Torreigen. Durch intensive Abwehrarbeit und einen guten Philipp Rieger im Tor konnte man bis zur Mitte der ersten Halbzeit stets eine knappe Zwei-Tore-Führung behaupten (8:6 in der 16. Minute).

Jetzt wurden auch schöne Spielzüge konsequent in Tore umgewandelt. Hannes Rabe verwandelte sicher aus der zweiten Reihe und schnell vorgetragene Konter wurden durch Michael Pulz zu "einfachen" Toren verwertet. Ergebnis dieser sehr guten Phase war eine 13:8-Führung der Liebenwerdaer in der 24. Minute.

Leider schlich sich in der Folgezeit wieder mal der Schlendrian in der HCL-Abwehr ein. Der Gast nutzte das umgehend aus und war beim 13:11 wieder in der Partie. Mit dem Spielstand von 14:11 ging es in die Halbzeitpause. Hier war man sich einig, dass noch nichts entschieden war. Zu unsicher wirkte die Abwehr der Heimmannschaft.

Zu Beginn der zweiten Halbzeit überraschte die HSG mit einer offensiven Abwehr. Die doppelte Manndeckung gegen Michael Dielefeld und Hannes Rabe brachte den Spielfluss der Gastgeber merklich ins Stocken. Doch großer Kampfgeist und wichtige Tore von Michael Pulz, an diesem Tag bester Akteur auf dem Parkett, sicherten den Kurstädtern die Zwei-Tore-Führung beim 22:20 in der 47. Minute.

Leider wurde in der Folge nicht mehr so konsequent in der Abwehr zugepackt. Die Gäste, verstärkt durch zwei polnische Gastspieler, drehten jetzt auf. Beim erstmaligen Gleichstand von 22:22 in der 49. Minute wankte der HCL bedenklich. Jetzt war es ein Spiel auf des Messers Schneide. Bis zum 24:24 in der 53. Minute konnte der HCL noch ausgleichen. Die Gäste waren jedoch im Aufwind und erzielten durch ihren wurfgewaltigen Rückraum eine Zwei-Tore-Führung (24:26 in der 54. Minute).

Jetzt musste eine Auszeit helfen, um die drohende Niederlage noch abzuwenden. Mit einer taktischen Umstellung in der Abwehr ging es in die letzten fünf Spielminuten. Nun war eine Verunsicherung aufseiten der Gäste zu spüren. Der HCL verwandelte seine Chancen in der Folgezeit wieder sicher. Besonders Richard Kasprzak konnte jetzt mit schönen Toren glänzen. Beim 26:26 in der 57. Minute kochte die Halle.

Als Martin Dietrich einen fälligen Siebenmeterwurf zur 27:26-Führung verwandelte, schien sogar wieder ein Sieg möglich. Doch im Gegenzug bekam der Gast ebenfalls einen Siebenmeter zugesprochen. Oliver Böhme jedoch hielt in großartiger Manier und die Stimmung in der Kurstädter Sporthalle erreichte ihren Siedepunkt. Mit stehenden Ovationen der zahlreichen Zuschauer und überlegtem Aufbauspiel überstand man die letzte Minute der Begegnung. Mit der Schlusssirene war es Michael Pulz vorbehalten, den Endstand von 28:26 zu erzielen.

Die Kurstädter feierten mit ihren zahlreichen Fans bei toller Stimmung den Sprung auf Rang neun. Das letzte HCL-Heimspiel der Saison steigt am 25. April gegen den HC Spreewald.

HC Bad Liebenwerda: Tor: O. Böhme, P. Rieger. Feld: F. Henkelmann, M. Dietrich (5), T. Preibisch, R. Kasprzak (3), Ch. Leisering, H. Rabe (5), J. Schenk (2), C. Lenk, M. Pulz (9), M. Dielefeld (4).