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Handballfreunde vertagen Showdown

Die Handballfreunde Franz Wittig (l.) und Nico Pollack bewiesen sich nicht nur in der Offensive als ständiger Gefahrenherd.
Die Handballfreunde Franz Wittig (l.) und Nico Pollack bewiesen sich nicht nur in der Offensive als ständiger Gefahrenherd. FOTO: wml1
Verbandsliga Ost, Männer.. Die Handballfreunde Hoyerswerda dürfen weiter auf den Klassenerhalt in der Verbandsliga hoffen. In dem so wichtigen Schlüsselspiel gegen den direkten Konkurrenten SV Koweg Görlitz II behielten sie den Kopf oben und gewannen klar mit 32:24 (14:11). hfh

Tabellarisch sind die Zusestädter jetzt bis auf einen einzigen Zähler an die Landskronstädter herangerückt. Am nächsten Sonntag kommt es nun zum Showdown. Der letzte Spieltag spitzt sich in einem Fernduell beider Mannschaften um den rettenden zehnten Platz zu. Vor vierzehn Tagen schien der Klassenerhalt für die Zusestädter noch ins Reich des Wunschdenkens entschwunden zu sein. Nach den beiden Siegen in Pulsnitz und gegen Görlitz scheint er nun wieder greifbar. Dagegen liegen die Nerven der Görlitzer nach der achten Pleite in Folge blank.

Wer das Spiel der HFH-Männer in Pulsnitz verfolgt hat, kann sich ausmalen, wie die Zusestädter gegen den SV Koweg II aufgetreten sind. Nahezu deckungsgleich sind die beiden Spiele verlaufen. Schnell mit drei Toren geführt, mussten die HFH zunächst wieder den Ausgleich hinnehmen. In Rückstand gerieten sie dabei aber nie. Eine leichte Führung zur Halbzeit bauten sie im zweiten Durchgang auf sechs Tore aus. Die fortan viel offensivere Deckung des Kontrahenten wurde durch die individuellen Fähigkeiten für weitere Tore genutzt und so der Vorsprung sicher ins Ziel gebracht.

So abgezockt wie die Hoyerswerdaer in der Offensive auch agierten, der Schlüssel zum Erfolg lag in diesem Spiel aber in der Defensivleistung. Ob 6-0 oder 5-1, die HFH haben richtig gut verteidigt. Einige Ballgewinne, dazu ein paar erzwungene Fehlwürfe der Görlitzer und sagenhafte 19 Paraden von HFH-Torhüter Robert Ide - darunter mehr als eine Handvoll schnelle Gegenstöße - ließen die Görlitzer Effektivität bei deren 24 Treffern weit unter 50 Prozent rutschen.

Hinzu kommt, dass die Hoyerswerdaer nach Marko Gäblers dritter Zeitstrafe schon zu Beginn der zweiten Halbzeit in der Abwehr umstellen mussten. Hier sah man deutlich den derzeitigen Zusammenhalt in der Mannschaft. Dieses "Loch" wurde durch das gesamte Mannschaftsgefüge aufgefangen, ohne dass es einen sichtbaren Bruch gab.

Nächsten Sonntag geht es nun nach Freiberg. Staffeleinheitlich wird dort um 16 Uhr angepfiffen. Den Schwung der letzten beiden Siege mitgenommen, können dort ebenfalls zwei Punkte eingesammelt werden. Dies hieße im Umkehrschluss auch, dass die Görlitzer ebenfalls gezwungen sind, sich aus dem durch acht Niederlagen in Folge geratenen Abwärtsstrudel zwingend befreien zu müssen.

HFH: Ide, Kleist - Glathe (9), Pollack (8), Wittig (6), Kaiser (5/1), Gäbler (3/1), Huth (1/1), Last, Berthold.