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Große Aufregung um Nutzungsgebühren

Dieses Schreiben hat am Montag für mächtig viel Wirbel gesorgt.
Dieses Schreiben hat am Montag für mächtig viel Wirbel gesorgt. FOTO: wml1
Hoyerswerda. Plötzlich war er da. Ein Aushang in den vom HSV 1919 genutzten Sportstätten am Jahnstadion, der die Mitglieder am Montag darüber informieren sollte, dass ihr Vorstand seit 2013 auf Forderungen des Sportbundes Lausitzer Seenland nicht reagiert hat. wml1

"Allen Mannschaften im Erwachsenbereich und der Laufgruppe ist der Zutritt zum Jahnstadion ab dem 11.07.2015 nicht mehr möglich", steht dort geschrieben.

Wie Torsten Kilz, Präsident des Sportbundes, am Dienstag gegenüber der RUNDSCHAU erklärte, ist das Schreiben echt. Die Erklärung zu dem Schritt, die eine Weiterführung des Kinder- und Jugendspielbetriebes verspricht: Der Verein habe gegenüber dem Sportbund seit Oktober 2013 ausstehenden Zahlungen in Höhe von 4445, 92 Euro nicht mehr beglichen. Wie Kilz weiterhin betonte, zahlten alle Hoyerswerdaer Vereine ihre Nutzungsgebühr, nur eben der HSV nicht.

Der Weg zum öffentlichen Aushang sei gewählt worden, weil der Vorstand des HSV bislang auf keine Forderungen reagiert habe, sagt der Sportbund-Chef.

Der Vorsitzende des Hoyerswerdaer SV, Maik Tank, entgegnet: "Wir wissen, dass Beiträge aufgelaufen sind. Aber wir zahlen nicht, bis uns der Sportbund wegen der offenen Fragen bei dem vor anderthalb Jahren geschlossenen Kiosk und den angefallenen Stromkosten eine ordentliche Abrechnung vorlegt."

Das könnte eine Weile dauern. Denn inzwischen ist klar, dass der Sportbund beim Gericht eine Klage in der Sache gegen den HSV eingereicht hat. Wie Maik Tank betont, habe der Aushang in den Sportstätten bereits einen Tag vor der Zustellung des Briefes für Wirbel gesorgt. "Es stimmt, wir haben einen Brief bekommen mit der Aufforderung der Zahlung der offenen Beiträge, aber mehr nicht. Das war nicht umfangreich, das war keine Mahnung und da war keine Ankündigung des Aushanges", sagt der HSV-Vorsitzende. "Der Sportbund will uns vor Gericht ziehen, weil wir wollen, dass ordentlich abgerechnet wird, dass endlich der seit Dezember 2013 aufgehobene Mietvertrag mit dem Kiosk beendet wird, wie schon seit langem versprochen", so Tank weiter. Der Vereinsvorstand verheimliche nicht, dass Beiträge aufgelaufen seien. "Aber wir wollen eine ordentliche Abrechnung. Der Sportbund lehnt seit längerem jegliche Gespräche mit uns ab."

Vielleicht kommt am 11. Mai Bewegung in die Sache. Dann nämlich hat der HSV-Vorstand einen Termin bei Hoyerswerdas Bürgermeister Thomas Delling (SPD) sowie dem Landtagsabgeordneten Frank Hirche (CDU), "um die Fragen zu klären", so Maik Tank.