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Glücklicher Auswärtssieg

Potsdam. Die SG Gießmannsdorf/Lübben hat die Schmach der Vorwoche wettgemacht und überraschend bei Turbine Potsdam III gewonnen. Die Gäste reisten ohne Wechselspielerin und mit zwei angeschlagenen Kickerinnen an. fsu1

Zu ihrem ersten Einsatz bei den Frauen kam dabei Clara Paulick. Nur wenige Tage nach ihrem 16. Geburtstag bestritt erneut eine Spielerin aus dem eigenen Nachwuchs ein Punktspiel bei den Frauen und gehörte, das soll an dieser Stelle vorweggenommen werden, zu den stärksten an diesem Tag.

Aufgrund notwendiger Umstellungen in der Aufstellung musste sich die SG anfangs besonders im Abwehrbereich sortieren. Umso überraschender fiel in der vierten Minute der frühe Führungstreffer. Mit einem schönen Flachschuss in die linke untere Ecke erzielte Wiebke Strangfeld mit ihrem ersten Saisontreffer das wichtige 1:0 für die Gäste. Allerdings kam Potsdam besser ins Spiel und ließ den Ball gut laufen. Folgerichtig fiel in der 18. Minute der Ausgleich für Turbine. Danach stand Gießmannsdorf/Lübben hinten ziemlich unter Druck und hätte sich über einen Rückstand nicht beschweren können. Kurz vor der Pause erzielte Julia Lehmann die glückliche Führung für die Gäste.

Nach Wiederanpfiff machte Potsdam wie erwartet wieder Druck auf das Tor von Julia Marchewski und erzielte prompt, allerdings aus stark abseitsverdächtiger Position, den erneuten Ausgleich (51.). Gießmannsdorf/Lübben ließ sich dadurch aber nicht entmutigen. Es entwickelte sich ein offenes Spiel mit vielen Offensivaktionen. So gelang Julia Lehmann in der 64. Minute von der Strafraumgrenze die erneute Führung für die Gäste. Trotzdem war Potsdam immer weiter am Drücker und glich auch nur drei Minuten später wieder aus. Bei einem Lattentreffer hatten die Potsdamerinnen dann auch noch die Möglichkeit, erstmals in Führung zu gehen.

Doch die effektivere Mannschaft war die Gäste-Elf. Nach schönem Zuspiel von Nicole Hannuschke brachte Julia Lehmann mit ihrem dritten Treffer die Mannschaft aus Gießmannsdorf/Lübben zum vierten Mal in Führung (76.). Noch war aber eine Viertelstunde zu spielen. Gießmannsdorf/Lübben mobilisierte alle Kräfte und brachte den knappen Vorsprung über die Zeit und ging am Ende als glücklicher Gewinner vom Platz.