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| 02:48 Uhr

Fehlender Biss bringt herbe Niederlage im Halbfinale

Christoph Wilde (l.), hier in einer früheren Partie, war mit neun Toren bester TSG-Schütze.
Christoph Wilde (l.), hier in einer früheren Partie, war mit neun Toren bester TSG-Schütze. FOTO: Beyer
Potsdam. Im Kampf um den Landespokal des Handball-Verbandes Brandenburg wollten sich die Spreewälder in der Potsdamer MBS-Arena im ersten Halbfinalspiel gegen den MTV Altlandsberg behaupten und für das Finalspiel qualifizieren. Doch das Vorhaben ging deutlich daneben. Die Spreewälder kassierten eine herbe 25:37-Niederlage. Eberhard Schelletter / esc1

Die Lübbenauer gingen mit einer Kampfansage ins Spiel, mit der die Niederlagen-Serie in der Meisterschaft beendet werden sollte. Beide Rivalen traten mit ersatzgeschwächtem Kader an. Während der MTV mit einem fehlerfreien Start über die Stationen 5:1 und 7:1 bereits in der Anfangsphase die Weichen für das Finalspiel setzte, lief im Spiel der Spreewälder nichts zusammen.

Ein ideenloser und hektischer Spielaufbau führte zu Ballverlusten und Fehlwürfen. Auch in der Defensive fehlten Körpereinsatz und Beweglichkeit.

Erst in der elften Minute erzielte Christoph Wilde mit einem Siebenmeter den Treffer zum 9:2. So entwickelte sich der Spielverlauf zu einem Debakel für die Spreewälder. Der MTV konnte gegen eine passive Deckung frei aufspielen und nach fünf Toren in Folge den Vorsprung auf 17:7 ausbauen. Dem TSG-Team fehlten Willensstärke, Kraft und mannschaftliche Geschlossenheit, um das eigene Spiel durchzusetzen. So zog Altlandsberg ungehindert davon und erhöhte bis zur Pause den Spielstand auf 22:9.

Obwohl in dem Spiel mit dem deutlichen Halbzeitstand schon eine Vorentscheidung gefallen war, konnte eine taktisch besser eingestellte TSG-Defensive im zweiten Abschnitt den Spielfluss des Rivalen stoppen. Doch im Angriff wirkte die Mannschaft führungslos und die Schützen übertrafen sich mit Fehlwürfen. Altlandsberg machte das Spiel und kontrollierte über das 28:14 bis zum 30:17 den Spielstand. Im Kampf um eine Ergebniskorrektur fehlte den TSG-Akteuren die letzte Einsatzbereitschaft.

Mit dem Schlusspfiff hatte sich der MTV mühelos mit einem 37:25-Erfolg gegen eine über den gesamten Spielverlauf enttäuschende Lübbenauer Mannschaft, bei der Biss und Siegeswille fehlten, durchgesetzt und sich für das Finale qualifiziert.

Fazit: Eine katastrophale Niederlage der Spreewälder, ohne taktische Grundstruktur und Akteuren, denen die Konzentration und der Glaube an das eigene Können fehlten, um sich im Kampf um den Einzug ins Finale durchzusetzen.

Lübbenau: Tor: Julien Adam, Steve Sangl. Feld: René Sewald (4), Matthias Lehmann (5), Marian Siebert (2), Thomas Werban (1), Stefan Richter, Sebastian Köhler (1), Christoph Wilde (9), Max Leonhard (1), Georg Wenzel (2), Martin Mewes, Nico Kalisch.

Zeitstrafen: Altlandsberg: 6 - Lübbenau: 3