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Es hätte sooo schön sein können

Ben Krahl übernahm zehn Sekunden vor Schluss die Verantwortung. Diesmal scheiterte er. Es war sicher nicht der letzte entscheidende Wurf des Hoyerswerdaer Youngsters.
Ben Krahl übernahm zehn Sekunden vor Schluss die Verantwortung. Diesmal scheiterte er. Es war sicher nicht der letzte entscheidende Wurf des Hoyerswerdaer Youngsters. FOTO: Werner Müller/wml1
Hoyerswerda. Mit dem HC Einheit Plauen stellte sich am Samstag einer der Titelanwärter der diesjährigen Sachsenliga-Serie in Hoyerswerda vor. Ziel der Mannschaft von Conni Böhme und Torsten Tschierske war es, den Plauenern einen harten Kampf zu liefern. Dieses Vorhaben ist voll und ganz aufgegangen. Und als zehn Sekunden vor Schluss Ben Krahl die Verantwortung übernahm, hätte dies das gerechte 24:24 sein können. Doch Sport ist nicht immer gerecht. Conni Böhme

Bis zu diesem Zeitpunkt zeigten die Einheimischen eine disziplinierte und leidenschaftliche Leistung. Von Beginn an gab Trainer Conni Böhme Youngster Nils Nitzsche das Vertrauen im Angriff. Dieser rechtfertigte dies auch mit einem fehlerfreien Spiel. In der Abwehr vertrat ihn Erik Besser-Wilke, der gemeinsam mit Alexander Canbek, Michal Naimann, Tobias Sieber, Ronny Eckert, Ben Krahl und Max Kastner im Tor erst einmal Beton anrührte. Den Gästen fiel es sichtlich schwer, eine Lücke in der kompakten und beweglichen LHV-Verteidigung zu finden. Jeder kämpfte hier für seinen Nebenmann.

Die erste Hälfte war bis zum 4:4 absolut ausgeglichen, bevor die Gäste mit drei Toren in Folge auf 4:7 erhöhen konnten. In dieser Phase versagten den Hoyerswerdaern im Angriff etwas die Nerven. Bei Kontern und von der Sieben-Meter-Linie fand der Ball nicht ins Tor. Diesmal verloren die Grün-Weißen aber nicht die Ruhe. Weiter wurde das vorbereitete Konzept umgesetzt und mit drei Treffern in Folge war der 7:7-Ausgleich wieder hergestellt. Bis zum Seitenwechsel wechselten sich die Führungen nun immer wieder ab, wobei sich kein Team mit mehr als einem Treffer absetzen konnte. Beim 11:11 wurden die Seiten gewechselt.

In der Hoyerswerdaer Kabine herrschte Zufriedenheit, hatte man doch mit den Favoriten Gleichwertigkeit erreicht. Um die Kräfte aller für den Endspurt zu schonen, wurde dann weiter kräftig durchgewechselt. Den besseren Start aus der Pause erwischten die Spitzenstädter, die nun ihre körperlichen Vorteile besser ausspielten. Beim 12:14 hatten sie die erste Zwei-Tore-Führung erzielt und diese bauten sie auf 15:20 aus. War dies die Entscheidung? Nein, denn nach einer Auszeit von LHV-Trainer Conni Böhme kamen die Hoyerswerdaer zurück. Beim 19:21 war der Anschluss erzielt, aber zunächst kamen die Zuse-Städter nicht weiter heran. In der 56. Minute erzielten die Plauener das 21:24.

Was das LHV-Team 2016 ausmacht, ist aber der aufopferungsvolle Kampf bis zum Schluss. Die letzten Kraftreserven wurden noch einmal freigesetzt und es gelangen die Treffer zum 22:24 und sogar zum 23:24. Hinten vernagelte Max Kastner jetzt seine Kiste und konnte auch frei Bälle abwehren. Die Halle kochte. Doch leider ging der letzte Angriff, wie zuvor beschrieben, nicht glücklich aus.

LHV Hoyerswerda: Max Kastner, Henry Schacht - Ben Krahl (2), Nils Nitzsche, Tim Röseler, Tobias Sieber (4), Christian Herzer, Erik Besser-Wilke (1), Tony P. Jäschke, Ronny Eckert (3), Michal Naimann (8/3), Malik Reimann (1), Alexander Canbek (3).