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Eindrucksvolle Vorstellung

Handball, Bad Liebenwerda. In der Handball-verrückten Sportstadt Bad Liebenwerda, die mit dem HCL ihr Aushängeschild hat, haben die Spreewälder ihre beeindruckende Rückrunde mit dem achten Sieg in Folge gekrönt. Die Gastgeber ließen diesen letzten Spieltag vor ausverkauftem Haus zu einem Event werden. bdg1

Die HCS-Fangemeinde war sehr zahlreich angerückt und selbst die Grün-Weiß-Fußballer stärkten nach ihrem 2:0-Sieg den Handballern den Rücken.

Mit einem ohrenbetäubenden Lärm wurde das Derby angepfiffen. Hoch konzentriert und mit einer sehr kompakten aggressiven Abwehr wurden die Gastgeber gleich vor große Probleme gestellt. Es gelang den Hausherren kein einziges Mal, in Führung zu gehen. Wenn es beim HCS etwas zu bemängeln gab, dann war es die Chancenverwertung. Schon bis zur 15. Minute wurden sieben glasklare Chancen liegen gelassen. Dabei bot HCL-Torwart zwar eine starke Leistung, aber mit etwas mehr Übersicht wäre mehr drin gewesen.

Erik Zimmermann, Christian Dressel (2), Nils Werner und Chris Guhrenz legten gleich zum 1:5 vor. Schon nach sieben Minuten forderten die Gastgeber ihre erste Auszeit. Bis zum 2:7 und 3:9 lief das Spiel der Spreewälder. Dann gab es den ersten Einbruch, als die Gastgeber auf 6:9 verkürzten (15.). Jens Kranick (3) und Pascal Würfel stellten beim 8:13 den alten Abstand wieder her (23.). Jörn Grötschel, Nils Werner und Jens Kranick sorgten für die 16:11-Pausenführung.

Gleich nach dem Wiederanpfiff wollten es die Gastgeber noch einmal wissen. Bis zum 12:18 war alles offen. Dann kämpfte sich der HCL auf 15:18 heran (38.). Die Halle tobte, aber die Gäste behielten trotzdem einen kühlen Kopf. Erik Zimmermann, Steven Schnitzer und Jens Kranick gaben wieder die Marschrichtung vor und erhöhten auf 16:21 (42.). Dann gab es die nächste kritische Phase, aber Nils Bullwinkel hielt einen Strafwurf und Mirko Wolschke holte sich anschließend seine Spieler an die Bank. Nach der 23:18-Führung folgte das 23:20 (48.). Dann kam die Zeit von Oldies Wolfgang Freimann. Paul Schwebel, Erik Zimmermann und Wolfgang Freimann (2) legten zum 27:20 nach (53.). Die Gastgeber nahmen noch einmal eine Auszeit. Die Kräfte von Bad Liebenwerda schwanden aber langsam und erhöhten Wolfgang Freimann, Christian Dressel und Nils Werner auf 30:21 (57.). Für den letzten Treffer zum 31:22 sorgte Nils Werner und somit war der Vizemeistertitel perfekt.

HC Spreewald: Florian Kleindienst, Nils Bullwinkel. Feld: Erik Zimmermann (4/1), Nils Werner (5), Christian Dressel (4), Jens Kranick (6/2), Paul Schwebel (2), Pascal Würfel (1), Wolfgang Freimann (6), Sebastian Dirani, Chris Guhrenz (1), Jörn Grötschel (1), Steven Schnitzer (1).