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Dramatischer Spielverlauf im Spreewald-Derby

Der Lübbenauer René Sewald zirkelt in dieser Szene den Ball am HC-Torwart Florian Kleindienst vorbei. Zur Halbzeit führten die Gastgeber mit einem Tor, am Ende jubelten die Spreewälder über den Sieg.
Der Lübbenauer René Sewald zirkelt in dieser Szene den Ball am HC-Torwart Florian Kleindienst vorbei. Zur Halbzeit führten die Gastgeber mit einem Tor, am Ende jubelten die Spreewälder über den Sieg. FOTO: Hottas/rhl1
Lübbenau. Einen dramatischen Spielverlauf hat es im mit großer Spannung erwarteten Spreewald-Derby gegeben. Am Ende jubelte der HC Spreewald über den ersten Sieg gegen die TSG Lübbenau 63 nach der Saison 2009/10. Vor 300 Zuschauern behielten die Gäste mit 28:24 die Oberhand. Eberhard Schelletter / esc1

Der HC Spreewald eröffnete die Partie mit dem Führungstreffer. Anschließend trafen die Gäste mit Kontertoren und einem verwandelten Siebenmeter zum 2:4. Das TSG-Team - ohne Rückraumspieler Dustin Trenkmann und Kreisspieler Stefan Richter - versuchte mit einer offensiven Deckungsarbeit den Spielrhythmus des HC zu stören. Die eigenen Angriffe wurden mit sicherem und druckvollem Tempospiel erfolgreich abgeschlossen. Henrik Wahrnschaffe erzielte den Ausgleich zum 5:5 und René Sewald und Nicola Kuhlmey setzten die Führungstreffer zum 7:5. Weitere Torchancen ließen die Lübbenauer liegen. Sie ermöglichten den Gästen ihr schnelles Umkehrspiel und die Treffer zum 8:9. In einem kampfbetonten Verlauf bis zum 12:12 erzielte TSG-Topscorer Henrik Wahnschaffe mit seinem siebenten Treffer das 13:12 und Felix Scheppan erhöhte bis zur Pause auf 14:12.

Im zweiten Durchgang waren die Zuschauer weiterhin begeistert von einem mitreißenden Derby-Krimi. Mit eigenem Anspiel erhöhte René Sewald zum 15:12. Eine bewegliche und gut organisierte Offensivdeckung der TSG ließ den Gästen keinen Raum zum Torerfolg und bis zur 40. Minute hielten die Lübbenauer beim Spielstand von 18:15 den Drei-Tore-Vorsprung. Doch es fehlte ihnen eine ausgeglichene Auswechselbank. Erste Ermüdungserscheinungen waren nicht zu übersehen. Im Angriff fehlten die Konzentration und der Druck zum Tor. Fehlwürfe und Fehlpässe nutzten die Gäste zur Aufholjagd. Mit drei Toren in Folge hatten sie den Rückstand zum 18:18 ausgeglichen.

In einer von beiden Rivalen heiß umkämpften Schlussphase setzten die Hausherren durch Justin Suhl (2) und Nicola Kuhlmey (3) bis zur 52. Minute die Führungstreffer zum 23:21. Doch um sich auch im Endspurt zu behaupten, fehlte der Mannschaft die Kraft. Die Gäste hatten die besseren Kraftreserven und übernahmen das Spielgeschehen. Mit fünf Treffern in Folge, darunter drei von insgesamt sechs Strafwürfen, kippten sie beim Spielstand von 23:26 den bis dahin überzeugend geführten Spielverlauf der Hausherren und sicherten sich mit dem Schlusspfiff einen hart umkämpften Derby-Sieg.

Fazit: Ein über die gesamte Spielzeit dramatischer Spielverlauf. Es war eine geschlossene Mannschaftsleistung der TSG-Spieler, die bis zur Schlussphase alles gaben und das Spielgeschehen bestimmten. Am Ende fehlte ihnen aber die Kraft, um den insgesamt verdienten Gäste-Sieg zu verhindern.

TSG Lübbenau 63: Tor: Lars Kasper, Florian Verhoeven. Feld: Nicola Kuhlmey (6/2), René Sewald (4), Felix Scheppan (2), Justin Suhl (3), Richard Helbich, Henrik Wahnschaffe (9), Oliver Pipiale, Marian Siebert.

HC Spreewald: Tor: Florian Kleindienst, Daniel Wegner. Feld: Danilo Wendt (3), Ivo Wähner, Toni Koppatz (2), Erik Handke, Eric Zimmermann (7/5), Nils Werner (5/1), Jens Kranick (1), Chris Guhrenz (7), Pascal Freund (3), Steven Schnitzer.

Zeitstrafen: TSG Lübbenau 63: 1 - HC Spreewald: 3.