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Das glorreiche Ende einer perfekten Saison

Obenauf: Der 17-jährige Debütant Johannes Limmer setzte sich in der Klasse bis 73 Kilogramm durch.
Obenauf: Der 17-jährige Debütant Johannes Limmer setzte sich in der Klasse bis 73 Kilogramm durch. FOTO: ski
Spremberg. Die Judoka von Asahi Spremberg haben ihre perfekte Saison mit dem fünften Sieg im fünften Kampf gekrönt. Auch den letzten Saisonkampf gegen Bushido Köln entschieden die Lausitzer am Samstagabend mit 9:5 für sich. Georg Zielonkowski / ski1

Dass es neben den Turnern des SC Cottbus nun mit Asahi ein zweites Lausitzer Team in der 1. Liga gibt, stellte der frühere Spremberger Bürgermeister Klaus-Peter Schulze im Rahmen seiner Begrüßungsrede vor dem letzten Kampf der 2. Bundesliga zufrieden fest. Um mit allem Optimismus anzufügen, dass Asahi künftig der deutschen Judoszene zeigen wird, "wo in Spremberg die Glocke hängt".

Ganz so glorreich sah Vereinsmanager Dirk Meyer die Zukunft nicht. Der Altliga-Fußballer des SSV stellte einen Vergleich an: "Wir werden in der Bundesliga eine ähnliche Rolle spielen, wie sie der FC Energie mit seiner jetzigen Mannschaft bei einem Vergleich mit Bayern München spielen würde." Darin eingeschlossen schien aber die leise Hoffnung auf gelegentliche Überraschungen. Nach dem Motto "Nichts muss, manches kann trotzdem!"

Dass beim letzten Zweitliga-Kampf der Saison nicht alles nach Plan verlief, lässt sich am knappen Halbzeitstand ablesen. Lediglich 4:3 führte Asahi da beim Duell mit Bushido Köln. Der Tabellenvorletzte stellte sich als kampfstark vor. "Und das mit einer Mannschaft, die angesichts vieler Ausfälle eher notdürftig zusammengestellt wurde. Sogar ich musste nach jahrelanger Pause wieder auf die Matte", erklärte Köln-Trainer Daniel Lachmann. Lachmann zählte allerdings nicht zu den drei Kölner Siegern des ersten Durchgangs.

Überzeugend waren dagegen die ersten drei Duelle der Gastgeber, die durch die Siege nach einer großen Ippon-Wertung von Johannes Kruse (81 kg), Nils Dochow (73 kg) und Patryk Ciechomski (90 kg) auf 3:0 davonzogen. Ebenfalls mit einem Ippon war es später Aleksander Beta (66kg), der die knappe Führung seiner Mannschaft zur Wettkampfpause sichern konnte.

Die wurde nach der Pause auf 8:3 ausgebaut, als Asahi-Trainer Mike Göpfert vier seiner Kämpfer austauschte. Die verbliebenen Kruse und Ciechomski siegten erneut und der erst 17-jährige Johannes Limmer (73 kg) steuerte bei seinem Zweitliga-Debüt den dritten Abbruchsieg per Ippon im zweiten Durchgang bei. Da dies schon der vierte Youngster war, den die Spemberger in dieser Saison an den Start gebracht haben, wird deren ausgezeichnete Nachwuchsarbeit deutlich dargestellt.

Der Kölner Igor Mbakom, noch Sieger im Durchgang eins gegen Tobias Mol, verlor nun gegen Sebastian Bähr und auch der 19-jährige 66-Kilo-Mann Lucas Gerlach heimste seinen ersten Siegpunkt für die Lausitzer ein. Danach hätte man zwar beim letzten Kampf in Liga zwei dem KSC einen Sieg gewünscht, doch vermochte es Kapitän Stefan Niesecke in der Klasse bis 100 Kilo nicht, seinem Gegenüber Janis Leonhardt beizukommen. Trotzdem stand nach den 13 Duellen ein 9:5 an der Anzeigetafel, vor welcher der neue Bundesligist ausgelassene Freudentänze vollführte.