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C-Jugend zeigt den Männern, wie gesiegt wird

Die Senftenberger C-Jugend feierte nach ihrem klaren Sieg gegen Lübbenau eine überaus erfolgreiche Saison.
Die Senftenberger C-Jugend feierte nach ihrem klaren Sieg gegen Lübbenau eine überaus erfolgreiche Saison. FOTO: HSV Senftenberg
Senftenberg.. Die Männer des HSV Senftenberg haben sich vor heimischer Kulisse gegen den SC Trebbin nicht durchgesetzt. Sie mussten sich am Ende mit 23:38 geschlagen geben. Ganz anders dagegen die C-Junioren des HSV: Dank des 28:22-Sieges gegen Lübbenau feierte das Team die Vizemeisterschaft. Sven Böhmeke

Wie schon in den vergangenen Spielen haben die Senftenberger Männer den Anfang total verpennt. Sie liefen nach zehn Minuten einem 2:10-Rückstand hinterher. Der HSV nahm in dieser Zeit die Gelegenheit für ein Time-out, denn die Spielstruktur musste geändert werden. Das Team agierte jetzt einen Tick besser gegen die schnellen Trebbiner, doch die technischen Fehler konnte es dennoch nicht abstellen. Und auch vom Siebenmeterpunkt traf Robert Magister nicht überzeugend. Bis zur Halbzeit gab sich Senftenberg dennoch Mühe, um nicht schon in der ersten Halbzeit abgeschlachtet zu werden. 13:20 hieß es dann am Ende der 30 Minuten. Die Seestädter wollten im letzten Heimspiel der Saison den noch verbliebenden Fans zeigen, dass der HSV Senftenberg durchaus eine geschlossene Mannschaftsleistung an den Tag legen kann.

Die zweite Halbzeit sah dann schon etwas anders aus. Der HSV kam über die Halben zu leichten Toren, sodass der Vorsprung der Trebbiner ein wenig geschmälert wurde (17:25). Das war aber auch schon der einzige Lichtblick, denn Stück für Stück nahm das Spiel in den letzten 20 Minuten an Härte zu, sodass nach einem Foul von Sven Böhmeke die Rote Karte folgte. Daher mussten die Hallenbesitzer mit einem Mann weniger auskommen. Einige Entscheidungen des Schiedsrichtergespanns waren für die Niederlage des HSV nicht entscheidend, doch wenn man schon bei normalen Aktionen in der Abwehr gleich die Gelbe Karte erhält beziehungsweise Zwei-Minuten-Zeitstrafen, dann ist das schon merkwürdig. Am Ende hat der HSV klar und deutlich mit 23:38 verloren. Einziger Lichtblick: Die Senftenberger unterlagen nicht mit 40 Gegentoren.

Aus der Mannschaft verabschiedet wurde Henrik Wahnschaffe nach über 18 Jahren Handball beim HSV Senftenberg. Er wird künftig in der Ostsee-Spree-Oberliga bei der TSG Lübbenau um Punkte kämpfen.

Senftenberg: Sascha Hagendorf (Tor), Henrik Wahnschaffe (2), Robert Magister (2), Torsten Stenzel, David Schlecht (1), Matthias Schmidt, Lars Wendler (10), Christian Klöppel, Henryk Siwik, Thomas Richter (4), Steve Ehmke (3), Jens Hethke (Tor), Sven Böhmeke (1), Denis Rentzsch

Vorschau: An diesem Sonnabend, 25. April, bestreitet die I. Männermannschaft des HSV Senftenberg ihr letztes Saisonspiel bei der HSG Ahrensdorf/Schenkenhorst. Anwurf dort ist 16 Uhr. Die HSG rangiert auf dem 1. Platz und will mit einem Sieg gegen die Lausitzer den Aufstieg perfekt machen. Senftenberg möchte sich dagegen mit einem eigenen Erfolg aus der nicht einfachen Saison verabschieden.

Ganz anders lief es dagegen für die männliche C-Jugend des HSV. Diese hatte ihr letztes Saisonspiel, und alle waren gekommen: Tanten, Onkels, Muttis, Vatis, Omas und Opas. Alle wollten sehen, wie die Jugend gegen die TSG Lübbenau den angestrebten Vizemeister holen würde. Schließlich hatte Senftenberg noch eine Rechnung offen. Das 30:30-Remis aus dem Hinspiel wurmte noch. Die Seestädter sannen daher auf Revanche. Am Anfang lagen beiden Mannschaften auf Augenhöhe. Bis zum 5:5 war der Vergleich ausgeglichen, doch dann legte der Turbo beim HSV los. Tor um Tor zog er davon (10:8, 12:9, 14:10). Bis zur Halbzeit erarbeitete sich Senftenberg einen Vier-Tore-Vorsprung, doch es war erst die halbe Miete geschafft. Es standen noch weitere schwierige 25 Minuten an.

Zu Beginn der zweiten Hälfte konnte die TSG plötzlich auf zwei Tore verkürzen (18:16) und war auch kurz davor, den Ausgleich zu erzielen (19:18). Doch die Senftenberger gaben nicht auf, sie wollten diesen Sieg und spielten wie der Teufel. Über Kreisläufer Pascal kamen die Platzbesitzer immer wieder zu einfachen Toren. Auch die Außen trafen den Kasten. Den Schlusstreffer setzte dann der jüngste Spieler Lucas in die Maschen. Die C-Jugend holte sich am Ende verdient die Vizemeisterschaft mit einem 28:22-Sieg gegen Lübbenau. Am Ende wurde der 2. Platz noch mit Pizza und Fassbrause gefeiert.