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Aufgeben ist für den TSV ein Fremdwort

Ein Tor nach dem anderen aufgeholt: Massens Florian Kaulbarsch (am Ball) traf sechsmal. Hier können die Finsterwalder Steffen Kühn (links) und Simon Möbius (rechts) nur hinterherschauen.
Ein Tor nach dem anderen aufgeholt: Massens Florian Kaulbarsch (am Ball) traf sechsmal. Hier können die Finsterwalder Steffen Kühn (links) und Simon Möbius (rechts) nur hinterherschauen. FOTO: Dietmar Seidel/dse1
Massen. Am vergangenen Samstag empfingen die Männer des TSV Germania Massen die zweite Mannschaft des BSV Grün-Weiß Finsterwalde zum Spitzenderby. Massen hatte sich vorgenommen, mal wieder eine gute Partie zu zeigen und die Grün-Weißen wollten Revanche für die krachende Niederlage vom Hinspiel. H. Walter

So konnten sich die 250 Fans beider Mannschaften in einer übervollen Massener Halle auf ein spannendes Spiel freuen.

Die Begegnung begann schnell und der BSV ging mit 0:2 in Führung. Massen konnte aber ausgleichen. Die Deckungsreihen dominierten im ersten Spielabschnitt und vor allem der Finsterwalder Torwart konnte eine Führung der Gastgeber verhindern. Durch einige Lücken in der Massener Deckung und durch die unterirdische Chancenverwertung der Germanen konnte Finsterwalde mir 5:9 in der 20. Minute in Führung gehen. Massen zog aber nach und machte wieder einige Tore gut. Dies gelang unter anderem auch dadurch, dass Finsterwalde mit einer Roten Karte gegen Kühn in der 24. Minute einen wichtigen Mann verlor. So kämpfte sich Massen bis zum 9:11 zur Halbzeitpause wieder heran.

Nach dem Seitenwechsel bekamen die Gastgeber zunächst gar nichts mehr hin. Finsterwalde zog sein behäbiges Spiel auf und Massen schaute fast unbeteiligt zu. Auf der anderen Seite wurden viele der Chancen vom TSV einfach weggeworfen.

Spieler und Fans von Massen schauten nur noch zu, wie sich die Gäste einen immer höheren Vorsprung erspielten. Nach 45 Minuten war die Partie gelaufen und der BSV beim 11:18 nicht mehr einzuholen. Die Fans hatten sich mit der Pleite fast schon abgefunden. Das wollte sich der TSV aber nicht gefallen lassen.

Nach der Massener Auszeit entschloss sich der Tabellenführer offensichtlich dazu, doch noch mal mit dem Handballspielen anzufangen. So gelang es den Gastgebern, ein Tor nach dem anderen aufzuholen, erst 14:18 und dann 18:19. Sechs Minuten vor Schluss bebte die Halle, als Massen den Ausgleich erzielte und anschließend noch einen Strafwurf zum Führungstreffer verwandelte. Die geschockten Finsterwalder nahmen die restlichen Spielminuten nur noch zur Kenntnis und Massen erhöhte zum 23:20-Endstand. Noch spannender kann man Handball kaum noch spielen.