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| 02:48 Uhr

Arbeitssieg gegen die Erzgebirgler

Elegant in der Luft. Alexander Canek (l.) vom LHV Hoyerswerda zieht ab und erzielt eines seiner vier Tore.
Elegant in der Luft. Alexander Canek (l.) vom LHV Hoyerswerda zieht ab und erzielt eines seiner vier Tore. FOTO: Werner Müller/wml1
Hoyerswerda. Mit sieben Toren Vorsprung haben die Handballer des LHV Hoyerswerda ihr Heimspiel gegen den Zwönitzer HSV gewonnen. An dem sicheren 31:24-Erfolg gab es im gesamten Spielverlauf keinen Zweifel. Die volle Halle verabschiedete ihre Spieler, bei denen Tobias Sieber kurzfristig mit Erkältungsbeschwerden ausgefallen war, mit stehenden Ovationen.

LHV-Trainer Conni Böhme war bei der anschließenden Pressekonferenz trotz des Sieges nicht zufrieden: "Bis zur 40. Minute haben wir ein gutes Spiel gemacht und das aufgegangen ist, was wir uns vorgenommen haben. Dann aber haben wir uns dem Chaos angepasst und unsere spielerische Linie verloren. Damit bin ich nicht einverstanden, da auch die Fehlerquote nach oben geschnallt ist."

Von Beginn an funktionierte die einstudierte Deckungsvariante der Hoyerswerdaer sehr gut, auch wenn den Gästen der erste Treffer gelang. Dieser wurde aber postwendend durch Michal Naimann, der weiter aufsteigende Form zeigt, ausgeglichen. Die Heimsieben setzte wie schon bei den vergangenen Spielen aufs Tempo. Durch die gut arbeitende Defensive, in Verbindung mit Torhüter Max Kastner, wurden die Zwönitzer zu unvorbereiteten Würfen gezwungen. Diese Bälle gelangten dann sofort zur schnellen Flügelzange des LHV. Ben Krahl und Alexander Canbek, der spielte als wäre er nie verletzt gewesen, nutzten die Konterchancen auch eiskalt aus. So wurde schnell ein sicherer 14:7-Vorsprung erarbeitet.

Bis zum Seitenwechsel hielten die Zwönitzer diesen Rückstand, wobei sie immer wieder ihr Glück im Spiel Eins-gegen-Eins versuchten. Hier hielten die Hoyerswerdaer aber sehr gut dagegen. Allein im Angriff wurden nun auch einige Chancen liegen gelassen, wodurch die Seiten beim Stand von 18:11 gewechselt wurden. Trainer Conni Böhme wechselte nun auch munter durch, um auch allen Spielern ihre Einsatzzeiten zu geben. Dabei geriet der Sieg auch nie in Gefahr - ganz im Gegenteil: Bis zur 40. Minute erhöhten die Lausitzer auf 24:15. Es schien, als ob die Tordifferenz nun in den zweistelligen Bereich wechseln würde, doch das Spiel des LHV verlor etwas seine Linie.

Im Angriff wurde zu schnell der Abschluss gesucht, ohne den besser positionierten Nebenmann zu sehen. Auch in der Abwehr schien der letzte Einsatz zu fehlen. Neben Alexander Canbek kam Ronny Eckert zu seinem ersten regulären Einsatz im Spiel, wobei er wieder viele Lücken für seine Nebenleute erarbeitete, die diese aber zu selten nutzten. Der Neun-Tore-Vorsprung blieb zunächst konstant stehen, wobei das 29:20 das wohl schönste Tor des Spieles war, als Malik Reimann ein Kempa-Zuspiel auf Lukas Baase spielte, der dieses gut verwandelte. In den Köpfen der Spieler war das Match entschieden, sodass den Zwönitzern noch die beiden letzten Treffer zum 31:24 gelangen.

Mit etwas Abstand war dann auch der Hoyerswerdaer Coach wieder zufriedener, "ist doch das angestrebte Ziel, Wiedergutmachung für die Hinrunden-Niederlage zu betreiben, am Ende sehr sicher gelungen." Der elfte Sieg in Folge macht natürlich Lust auf mehr, so hofft er, "dass sich am nächsten Samstag viele Hoyerswerdaer Fans auf den Weg zur kurzen Auswärtsfahrt nach Bautzen machen." Dort soll dann der zwölfte Sieg in Folge folgen.

Hoyerswerda: Max Kastner, Eric Zeithamel - Ben Krahl (3), Ringo Schäfer (1), Lukast Stodtko (4), Kamil Cieniek, Lukas Baase (1), Erik Besser-Wilke (5), Robert Devantier (3/1), Ronny Eckert, Michal Naimann (8/2), Malik Reimann (1), Alexander Canbek (4), Christian Herzer (1).