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Leverkusen
Leverkusen kämpft gegen sein Bremer Pokal-Trauma

Sechs Mal standen sich Bayer Leverkusen und Werder Bremen in der Geschichte des DFB-Pokals bislang gegenüber - und immer gewannen die Norddeutschen. Eine bemerkenswerte Bilanz, die Bayer-Trainer Heiko Herrlich vor dem Viertelfinalspiel heute Abend (20.45 Uhr) gegen Werder nicht unverborgen geblieben ist. "Es ist Pionierarbeit, wenn ich mir die Pokal-Statistik gegen Bremen anschaue", sagte er. Angesichts der Pleitenserie in dem Wettbewerb kommt der 46-Jährige gar zu dem Schluss: "Man kann fast sagen, dass Werder Favorit ist." Sebastian Bergmann

Vor zwei Monaten trafen beide Teams zum vorerst letzten Mal aufeinander. Kurz vor der Winterpause siegte die Werkself mit 1:0 gegen das Team von Trainer Florian Kohfeldt. Das Tor des Tages erzielte Lucas Alario. Viele Rückschlüsse aus der Liga-Partie oder dem Abschneiden von Bayer 04 zuletzt im Pokal kann Herrlich laut eigener Aussage aber nicht ziehen. "Die aktuelle Art und Weise, wie Bremen jetzt spielt, ist viel wichtiger zu ergründen als das, was in der Vergangenheit war", sagte er. Tatsächlich ließ der SV Werder zuletzt mit einem 2:1-Auswärtssieg in Gelsenkirchen aufhorchen. Auch wenn die Lage in der Tabelle noch immer brisant ist - Bremen liegt nur dank des besseren Torverhältnisses vor Mainz auf dem 15. Platz -, stehen die Leverkusener Gäste bei Herrlich hoch im Kurs. "Sie sind besser, als es die Tabelle aussagt", betonte der Bayer-Coach. "Und sie spielen richtig guten Fußball."

Für die Werkself, deren Weg ins Viertelfinale über den Karlsruher SC, Union Berlin und Borussia Mönchengladbach führte, würde ein Weiterkommen die erste Halbfinalteilnahme seit 2009 bedeuten. Damals schaffte das Team unter Trainer Bruno Labbadia sogar den Sprung nach Berlin. Im Endspiel musste sich Bayer 04 dann allerdings 0:1 geschlagen gegen. Der Gegner damals: Werder Bremen.