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Marathon
Kenianer Dickson Kurui gewinnt Dresden-Marathon

Dresden. Sieger muss zuvor vom Bahnhof zum Start sprinten.

Der Kenianer Dickson Kurui hat die 19. Auflage des Dresden-Marathons gewonnen. Er benötigte für die 42,195 Kilometer 2:25:14 Stunden und verwies am Sonntag mit großem Vorsprung den Dresdner Lokalmatadoren Marc Schulze (2:36:14) und den Tschechen Tomas Mika (2:38:03) auf die Plätze.

Dabei hätte der Sieger fast die Teilnahme verpasst. Der 27-Jährige reiste mit dem Zug aus Frankfurt/Main an. Weil es jedoch auf der Strecke bei Zeithain einen Zwischenfall gab und durch Umleitungen der Zug große Verspätung hatte, musste Kurui direkt vom Bahnhof zum Start joggen. Dort bekam er seine Startnummer, den Chip für die Zeitnahme und mit fünf Minuten Verspätung konnte der Marathon gestartet werden.

Der Dresdner Marc Schulze, der mit diesem Rennen seine leistungssportliche Laufbahn beendete, haderte mit seinem schnellen Anfangstempo. „Ich habe mich die erste Runde von den Halbmarathon-Läufern zu einem sehr schnellen Angang verleiten lassen, dem musste ich dann auf dem zweiten Teil Tribut zollen. Dennoch bin ich froh, dass ich Zweiter geworden bin.“ Der 32-Jährige sicherte sich damit zumindest die Extra-Prämien als bester Europäer, bester Deutscher und bester Sachse.

Bei den Frauen siegte die Tschechin Tereza Durdiakova in mäßigen 2:49:08 Stunden vor ihrer Landsfrau Dagmar Rychnovska (2:55:24) und Grit Stich (Radebeul/3:03:20). Insgesamt verbuchten die Veranstalter bei dieser Traditionsveranstaltung, die durch die Dresdner Innenstadt führt, 7400 Teilnehmer.