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| 18:04 Uhr

Eishockey
Zwischen Sechs-Punkte-Spiel und Drei-Punkte-Regel

Füchse-Coach Robert Hoffmann (M.) hat die Pre-Playoffs trotz der Niederlage beim direkten Konkurrenten noch nicht abgeschrieben.
Füchse-Coach Robert Hoffmann (M.) hat die Pre-Playoffs trotz der Niederlage beim direkten Konkurrenten noch nicht abgeschrieben. FOTO: Thomas Heide
Bad Nauheim/Weißwasser. Die Lausitzer Füchse haben sich in Bad Nauheim um die Arbeit der jüngsten Wochen gebracht. Trainer Robert Hoffmann glaubt aber weiterhin an die Pre-Playoff-Chance. Von Steven Wiesner

Es hätte so gut aussehen können für die Lausitzer Füchse. Mit einem Sieg in Bad Nauheim wäre Weißwasser am Freitagabend bis auf drei Zähler herangepirscht an den aktuellen Tabellen-10. der DEL2 und hätte seine Aufholjagd der jüngsten Wochen damit fast schon abschließen können. Doch die Füchse, einen Platz dahinter auf der Elf verortet, gewannen nicht. 1:4 (0:1/1:2/0:1) stand es am Ende. Und so sind es nun wieder neun Zähler Rückstand auf den Pre-Playoff-Platz. Der Fluch eines Sechs-Punkte-Spiels.

Dabei waren die Vorzeichen wahrscheinlich so gut wie noch nie in dieser Spielzeit. Viermal hatten die Füchse hintereinander gewonnen und den zwischenzeitlichen Zwölf-Punkte-Abstand auf Konkurrent Bad Nauheim damit halbieren können. Es war die längste Siegesserie und die womöglich beste Phase der gesamten Füchse-Saison. Die Mannschaft, die noch zum Jahresauftakt mit 0:7 gegen Bad Nauheim unterging, gab es eigentlich nicht mehr. Der Turnaround schien gemeistert. Doch die Mannschaft von Trainer Robert Hoffmann schaffte es nicht, das gute Gefühl bis nach Hessen zu transportieren. Vielleicht, weil zu viel auf dem Spiel stand? Weil sie wussten, dass die Aussichten auf die Pre-Playoffs bei einer Niederlage nur noch theoretischer Natur wären? „Das weiß ich nicht“, sagte Hoffmann am Tag danach. „Man spielt halt immer nur so, wie der Gegner spielt. Und Bad Nauheim hat defensiv sehr gut gearbeitet. Dadurch konnten wir nicht viel Druck erzeugen.“

Unzufrieden war der Füchse-Coach im Speziellen mit den ersten 40 Minuten. „Das war nicht das Eishockey, das wir spielen wollen“, meckerte Hoffmann und erinnerte sich primär an die Fehler vor den ersten beiden Gegentoren. Vor dem 0:1 (18.) leistete sich seine Hintermannschaft einen fatalen Scheibenverlust im eigenen Drittel und lud Daniel Ketter zu einem freien Schlagschuss aus zentraler Position ein, wie man ihn sonst nur beim Warmmachen sieht. Und in der Entstehung vom 0:2 (25.) machten gleich drei Füchse-Verteidiger das Tor auf für Dennis Reimer, der sich artig bedankte und Goalie Maximilian Franzreb mit der Rückhand überwand.

Das 0:3 (38.) durch Andreas Pauli beantworteten die Füchse zwar postwendend mit dem Anschlusstor durch Jeff Hayes (40.) nach feinem Spielzug über Chris Owens und Anders Eriksson. Ein Hallo-Wach-Erlebnis für das Schlussdrittel war Hayes‘ 11. Saisontor allerdings nicht. Mit dem 1:4 (52.) hatte die „verkrampfte“ (Bad-Nauheim-Trainer Petri Kujala) Paarung ihren Sieger gefunden.

Was die restlichen zwölf Hauptrunden-Spiele angeht, wirkt Robert Hoffmann trotz des vergebenen Big Points relativ entspannt. Eine Vorentscheidung um Platz zehn sei mit dieser Pleite noch lange nicht gefallen, so der Füchse-Coach. „Vor zwei Wochen waren wir auch schon fast komplett weg und sind wieder zurückgekommen. Wir müssen realistisch bleiben, aber die Drei-Punkte-Regel macht vieles möglich.“ Die nächste Chance auf eben solche drei Punkte gibt es am Sonntag (17 Uhr) im Heimspiel gegen Kaufbeuren. Die letzten beiden Vergleiche mit dem Tabellen-6. gingen an Weißwasser.