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| 18:17 Uhr

Eishockey
Trainer Neilson ist stolz auf „Undercover-Füchse“

Eishockey in blau-weiß-karierten „Geschirrtüchern“: Die Oktoberfest-Trikots der Lausitzer Füchse dürften kein Verkaufsschlager werden.
Eishockey in blau-weiß-karierten „Geschirrtüchern“: Die Oktoberfest-Trikots der Lausitzer Füchse dürften kein Verkaufsschlager werden. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Der Kanadier nimmt die erste Niederlage der Weißwasseraner mit Humor. Weniger entspannt wird indes bei den Lausitzer Füchsen ein anderes Thema diskutiert. Von Jan Lehmann und Paul Resagk

Die Aufregung in Weißwasser war groß. Allerdings nicht wegen der ersten Saisonniederlage der Lausitzer Füchse, die am Sonntagabend mit 2:6 gegen das Topteam Löwen Frankfurt deutlich in die Schranken gewiesen wurden. Vielmehr drehte sich die Debatte um die blau-weißen Oktoberfest-Trikots, in denen die Füchse auf dem Eis erschienen waren.

„Blau und Gelb sind unsere Farben“, wies der Füchse-Fanblock mit einem Spruchband auf den Farbenfehler hin. Im Internet wurden die karierten Trikots als „Geschirrtücher“ oder „Putzlappen“ abgekanzelt. Sogar auf der Füchse-Seite hieß es im offiziellen Spielbericht selbstkritisch: „Wer die Idee hatte, die Spielernamen auf blau-kariertem Untergrund in blau zu schreiben, der sorgte für ,Undercover-Füchse’.

An dieser textilen Luxus-Diskussion ist abzulesen, wie gut es derzeit sportlich um die Füchse steht. Trotz der ersten Saisonniederlage sind die Weißwasseraner weiter Tabellenführer in der DEL2.

Deshalb konnte Füchse-Coach Corey Neilson die erste Pflichtspiel-Pleite unter seiner Regie auch mit Humor nehmen und ironisch erklären: „Als ich diesen Job angenommen habe, habe ich gedacht, dass wir jedes Spiel gewinnen und dass wir jeden schlagen.“ Der Kanadier fügte schnell an: „Nein, Spaß beiseite. Wir wissen, wer wir sind und dass wir einen guten Start hatten – aber auch, dass uns Frankfurt mit einer guten Leistung schlagen kann.“

Nachdem Neilson zuletzt trotz der Siegesserie immer auch Kritikpunkte im Spiel seiner Mannschaft gefunden hatte, lobte er sein Team dieses Mal ausdrücklich: „Ich bin trotz der Niederlage stolz auf die Mannschaft, die 60 Minuten hart gearbeitet und nie aufgegeben hat.“

Der Coach betonte zweieinhalb Monate nach seiner Amtsübernahme: „Ich bin glücklich über den Start und wir möchten nicht viel verändern. Ich denke, wir sind ganz gut in dem, was wir tun. Wir müssen jetzt einfach weiter arbeiten.“

Und die „Geschirrtücher“? Ursprünglich war geplant, dass die Füchse 14 Tage lang so kleinkariert auflaufen. Gut denkbar, dass ­darüber in Weißwasser noch einmal nachgedacht wird.

Corey Neilson lobt das Team nach dem 2:6 gegen Frankfurt.
Corey Neilson lobt das Team nach dem 2:6 gegen Frankfurt. FOTO: Thomas Heide