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Vier "Neuzugänge" aus Berlin für die Lausitzer Füchse

Der Berliner Maximilian Franzreb war in der vergangenen Saison Stammtorhüter der Füchse.
Der Berliner Maximilian Franzreb war in der vergangenen Saison Stammtorhüter der Füchse. FOTO: Heide
Weißwasser. Wenn Trainer Hannu Järvenpää die Leistungsdichte im Team der Lausitzer Füchse in der vergangenen Saison beschreibt, dann formt der Coach aus Finnland mit seinen Händen eine Pyramide. Soll heißen: Bei ihrem Einzug in die Playoffs der DEL2 konnten sich die Füchse in den meisten Spielen auf ihren spitzenmäßigen Sturm der ersten Reihe verlassen. Frank Noack

Denn Jeff Hayes, Dennis Swinnen und Jakub Svoboda hatten in der Hauptrunde 61 der insgesamt 164 Füchse-Tore geschossen. Doch das Trio hat Weiß´wasser inzwischen verlassen - genau wie mehr als ein Dutzend Profis des letztjährigen Erfolgsteams. In dieser Saison verfolgt Järvenpää mit den vielen neuen Spielern eine neue Philosophie. "Wir wollen mehr Tiefe im Kader haben. Und wir wollen mit vier statt drei Reihen spielen", kündigt der Füchse-Trainer an. Auch dafür hat Järvenpää übrigens ein bildliches Beispiel parat: Diesmal formen seine Hände ein Quadrat statt einer Pyramide, um die neue Philosophie zu beschreiben.

Seit dem 1. August bereiten sich die Füchse auf die Saison 2017/18 vor. In dieser Woche bekommt das von Järvenpää bevorzugte Quadrat wichtigen Zuwachs durch vier "Neuzugänge". Denn die Förder lizenzspieler vom Kooperationspartner Eisbären Berlin kommen jetzt nach und nach in den Fuchsbau. Verteidiger Maximilian Adam (19) und Stürmer Charlie Jahnke (19) stoßen an diesem Dienstag zum Team. Am Mittwoch wird Torhüter Maximilian Franzreb (20) erwartet. Mit Vincent Hessler (19) ist ein weiterer Angreifer dann für die kommende Woche avisiert.

Das Wort Neuzugänge kann man dabei zwar mit Anführungszeichen versehen, weil die Eisbären-Youngster auch schon in der vergangenen Saison mit dieser Förderlizenz ausgestattet waren. Sie berechtigt zum Einsatz sowohl im Berliner DEL-Team als auch bei den Füchsen. Dazu kam mit Marvin Cüpper (23) noch ein Keeper.

In der Praxis war aber nur Franzreb regelmäßig für Weißwasser im Einsatz. Das soll sich in der neuen Saison gundlegend ändern. Denn Adam, Jahnke sowie Hessler haben inzwischen das Abitur in der Tasche und können sich deshalb nun ganz auf das Eishockeyspielen konzentrieren. "Wir hoffen und denken, dass sie in dieser Saison regelmäßig bei uns sind, wenn in Berlin nichts Außergewöhnliches passiert. Sie werden hoffentlich sehr, sehr viele Spiele bei uns absolvieren können, um sich weiterentwickeln zu können ", sagt Füchse-Geschäftsführer Dirk Rohrbach. Alle drei Berliner sind U20-Nationalspieler. Irgendwann werden also auch sie in der Pyramide ganz oben ankommen.