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| 19:51 Uhr

Erster Sieg im Jahr 2019
Viele Tore und viel Lob nach 5:2 in Kaufbeuren

 Traf mit seinem Tor zum 2:1 zur ersten Füchse-Führung, die hernach auch nicht mehr abgegeben wurde: Jeff Hayes (M.).
Traf mit seinem Tor zum 2:1 zur ersten Füchse-Führung, die hernach auch nicht mehr abgegeben wurde: Jeff Hayes (M.). FOTO: Thomas Heide
Kaufbeuren/Weißwasser. Die Lausitzer Füchse verbuchen mit dem 5:2 in Kaufbeuren ihren ersten Sieg im Kalenderjahr 2019. Nicht nur den eigenen Trainer können die Weißwasseraner dabei von ihrer Stärke überzeugen. Von Steven Wiesner

Da ist er, der erste Sieg für die Lausitzer Füchse im Kalenderjahr 2019. Beim ESV Kaufbeuren setzten sich die Weißwasseraner am Sonntagabend mit 5:2 (3:2, 1:0, 1:0) durch und verbuchten somit Saisonsieg Nummer 18 in der 2. Deutschen Eishockey Liga (DEL2). Die Tore für die Sachsen, die nach 36 Spieltagen auf Rang drei liegen und damit weiterhin voll auf Playoff-Kurs sind, erzielten Anders Eriksson, Jeff Hayes, Clarke Breitkreuz, Philipp Kuschel und Jordan George.

Ein Erfolg, der den Füchsen richtig gut tun dürfte, nachdem von den vorangegangenen fünf Partien gleich vier verloren gegangen waren. Auch nach dem Topspiel am Freitagabend zuhause gegen den Tabellenzweiten Löwen Frankfurt hatte die Mannschaft von Trainer Corey Neilson das Eis als Verlierer verlassen müssen. Bei der 1:2-Niederlage im Penaltyschießen gegen die Gäste aus der Mainmetropole gab es lediglich einen Punkt für die Füchse.

Die dreifache Ausbeute sicherte sich Weißwasser dafür nun beim nächsten Verfolgerduell in Kaufbeuren. Im bayerischen Allgäu beim Viertplatzierten der DEL2 waren die Füchse die bessere Mannschaft und kehrten verdientermaßen in die Erfolgsspur zurück. Auch vom frühen Rückstand nach sieben Minuten ließen sich die Lausitzer nicht aus der Ruhe bringen. Anders Eriksson, der das 0:1 mit seinem sorglosen Scheibenverlust im eigenen Drittel noch begünstigt hatte, bat nur wenige Sekunden später mit seinem Tor zum 1:1 auch offiziell nochmal um Entschuldigung (8.).

Die Füchse hatten Glück, dass die Bayern bei ihrer vierten Heimniederlage am Stück ähnlich lustvoll verteidigten wie Eriksson zuvor – nämlich gar nicht. So konnten sie aus dem Rückstand binnen drei Zeigerumdrehungen eine 3:1-Führung machen. Hayes (9.) und Breitkreuz (10.) schossen den Vorsprung heraus, den die Füchse in der Folge auch nicht mehr aus der Hand gaben. Mit dem 2:3 (17.) konnte Kaufbeuren zwar nochmal verkürzen. Aus den beiden Schlussdritteln gingen  die Lausitzer aber jeweils als 1:0-Sieger hervor. Philipp Kuschel (40.) und Jordan George (58.) trafen jeweils zum Drittelende.

Füchse-Trainer Corey Neilson, der zwar nicht auf Torhüter Marvin Cüpper zurückgreifen konnte (siehe Extratext), dafür aber mit Charlie Jahnke auf einen anderen Eisbären-Leihspieler, zeigte sich sehr zufrieden nach dem überzeugenden Auswärtserfolg. "Kaufbeuren ist eines der besten Teams der Liga", sagte der Kanadier. "Ich bin daher sehr beeindruckt von meiner Mannschaft."

Auch sein Gegenüber Andreas Brockmann war offenbar ganz nagetan vom Auftritt der Lausitzer.„Weißwasser ist eine Mannschaft, die sehr strukturiert spielt. Da ist es schwer, nach einem Rückstand zurückzukommen", urteilte der Kaufbeuren-Trainer. Vor allem die Physis der Füchse schien Brockmann imponiert zu haben. "Läuferisch sind sie wahrscheinlich die stärkste Mannschaft der Liga. Sie stehen nicht umsonst da, wo sie stehen."

Das müssen die Lausitzer Füchse aber auch in den kommenden Wochen unter Beweis stellten, wenn sie sich weiter im oberen Tabellenbild etablieren wollen. Die nächste Möglichkeit dazu bietet sich am Freitag bei den Heilbronner Falken (20 Uhr). Am Sonntag gibt es dann das nächste Heimspiel im Fuchsbau. Um 17 Uhr geht es dann gegen die Tölzer Löwen.