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Viel Lob für die Weißwasseraner Verlierer

Auch der Füchse-Topsturm um Dennis Swinnen (r.) ging am Freitagabend gegen Ravensburg leer aus.
Auch der Füchse-Topsturm um Dennis Swinnen (r.) ging am Freitagabend gegen Ravensburg leer aus. FOTO: Heide
Weißwasser. Trotz des ersten Heimspiels ohne eigenes Tor zeigen die Lausitzer Füchse auch gegen Ravensburg ihre gewachsene Spielstärke. Frank Noack

Mit Niederlagen gegen die Ravensburg Towerstars kennen sich die Lausitzer Füchse ja inzwischen aus. Erstens, weil das 0:2 am Freitagabend bereits die vierte Niederlage im Duell mit den Towerstars in der laufenden DEL2-Saison ist. Zweitens, weil der Ex-Meister alles andere als Laufkundschaft darstellt. Und dennoch: Trotz des ersten Heimspiels ohne eigenes Tor haben die Füchse auch gegen den "Angstgegner" ihre gewachsene Stärke unter Beweis gestellt. Denn viel mehr als eben die zahlreichen vergebenen Chancen konnte man den Gastgebern am Freitagabend im Prinzip nicht vorwerfen. "Unsere Mannschaft hat zwar alles versucht, aber es war immer noch ein Schläger dazwischen. Wir haben das Ding heute einfach nicht reingekriegt", fasste Co-Trainer Robert Hoffmann das vergebliche Anrennen zusammen.

Vor allem in der Schlussphase scheiterten die Füchse immer wieder am starken Ravensburger Torhüter Jonas Langmann. Hoffmann sprach anschließend von einem "perfekten Auswärtsspiel" der Gäste. Ravensburg ging in der 36. Minute durch Alexander Dück mit 1:0 in Führung. Er war in Überzahlspiel mit einem Schlagschuss von der blauen Linie erfolgreich. Und als die Füchse am Schluss ihren Keeper Marvin Cüpper dann zugunsten eines sechsten Feldspielers vom Eis nahmen, traf Adam Lapsansky zum 2:0-Endstand (60.).

So mancher im Fuchsbau sprach anschließend zwar von einem schmeichelhaften Auswärtssieg für den Zweitliga-Meister der Saison 2010/11, der in dieser Spielzeit ziemlich ungewohnt um den Einzug in die Playoffs zittern muss. Aus Ravensburger Sicht war es eben ein "perfektes Auswärtsspiel", wie es Hoffmann formulierte.

Gäste-Coach Toni Krinner hob deshalb in erster Linie auch die starke Defensiv-Leistung seiner Mannschaft hervor. "Wir haben eine sehr, sehr gute defensive Zone gespielt. Und wir haben in den Special Teams hervor ragend gearbeitet." Krinner meinte dabei neben dem Überzahltor der Gäste auch die Abwehrschlacht in der Schlussphase, als Ravensburg drei Unterzahlspiele in Folge ohne Gegentor überstand. "Hut ab vor der Leistung meiner Mannschaft. Denn es ist keine leichte Aufgabe, hier zu gewinnen", ergänzte der von einer Krebs-Erkrankung immer noch gezeichnete Krinner.

Neben dem Lob für die eigene Mannschaft sparte Toni Krinner nicht mit lobenden Worten für den Kontrahenten. "Wir haben gegen eine taktisch gut organisierte Mannschaft gewonnen, die auch läuferisch und stocktechnisch sehr gut ist. Es ist kein Zufall, dass Weißwasser seit Monaten zu den Top sechs gehört. Die Füchse spielen sehr gutes Eishockey", sagte er.

Auch am Freitagabend war Weißwasser auf Augenhöhe mit dem sehr gut besetzten Gegner. Beim Sturmlauf im letzten Drittel fehlte lediglich dieses eine Tor, um den 0:1-Rückstand doch noch ausgleichen zu können. Dass der verpasste Treffer eventuell eine Frage der Kraft nach vier Spielen in einer Woche war, wollte Co-Trainer Robert Hoffmann indes nicht als Ausrede zulassen. "Ich glaube nicht, dass uns die Kraft gefehlt hat. Wir haben schließlich bis zum Ende Gas gegeben."

Trotz der Niederlage blieben die Lausitzer Füchse am Freitag auf einem Playoff-Platz. Allerdings hatte sich der Kampf auch ein Stück weiter zugespitzt, da sämt liche Verfolger als Sieger vom Eis gingen. Kurzum: Das Lob des Gästetrainers stand Weißwasser zwar gut zu Gesicht. Noch besser wären allerdings drei Punkte in diesem Heimspiel gewesen.