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| 16:21 Uhr

Eishockey
Unbekannt und unbelastet: Füchse holen Trainer aus England

Corey Neilson arbeitete zuletzt bei den Nottingham Panthers.
Corey Neilson arbeitete zuletzt bei den Nottingham Panthers. FOTO: Nottingham Panthers
Weißwasser. Die Lausitzer Füchse holen mit Corey Neilson einen Coach, der hierzulande nur Experten ein Begriff ist. Das muss in der aktuellen Situation kein Nachteil sein. Von Frank Noack

Wenige Tage vor dem Start in die Vorbereitung auf die Eishockey-Saison 2018/19 haben die Lausitzer Füchse einen neuen Cheftrainer gefunden. Corey Neilson (41) wird Nachfolger von Robert Hoffmann, von dem sich der DEL2-Club vor kurzem überraschend getrennt hatte.

Corey wer? Der Kanadier dürfte hierzulande nur Eishockey-Experten ein Begriff sein. Er arbeitete zuletzt mehrere Jahre bei den Nottingham Panthers in der britischen Elite Ice Hockey League (EIHL). Mit Nottingham gewann Neilson die englische Meisterschaft und führte sein Team zudem bis ins Viertelfinale der Champions Hockey League (CHL). Seit 2013 arbeitet der Kanadier auch als Co-Trainer der englischen Nationalmannschaft. Diesen Job wird er auch neben der Tätigkeit in Weißwasser fortführen.

„Ich bin sehr glücklich, dass ich die Chance in Weißwasser bekomme. Ich sehe die Mannschaft als eine sehr gute Mischung aus jungen und erfahrenen Spielern“, wird Neilson in der Mitteilung der Füchse zitiert und gibt einen ersten Einblick in seine Eishockey-Philosophie: „Wir wollen schnelles und attraktives Eishockey spielen und als Team auftreten.“

Corey Neilson wird am Dienstag in Weißwasser erwartet. Einen Tag später starten die Lausitzer Füchse dann in die Saisonvorbereitung. Dass der neue Cheftrainer hierzulande ein weitgehend unbeschriebenes Blatt ist, muss in der aktuellen Situation kein Nachteil sein. In der Saison 1998/99 spielte der ehemalige Verteidiger zwar in der Oberliga für den EC Timmendorfer Strand – es blieb aber sein bislang einziges Gastspiel in Deutschland. Seit 2008 war Neilson dann Spielertrainer bei den Nottingham Panthers. Im Jahr 2013 beendete er seine aktive Karriere und wurde Cheftrainer.

In Weißwasser wartet eine komplizierte Situation auf den neuen Coach. Denn die überraschende Trennung von Robert Hoffmann in der vergangenen Woche hatte viel Staub aufgewirbelt. Als Grund für die Trennung gab der Club damals das gestörte Vertrauensverhältnis zum neu verpflichteten Co-Trainer Chris Straube an. Innerhalb der Mannschaft genoss Hoffmann großes Vertrauen. Er hatte die Füchse in der vergangenen Saison zum Klassenerhalt geführt. Mit Corey Neilson als Cheftrainer und Straube als Assistenzcoach bekommt das Team jetzt also ein komplett neues Führungsduo.

„Wir sind sehr froh, so kurzfristig einen erfahrenen Trainer gefunden zu haben, der auch auf unser Anforderungsprofil passt. Corey passt von seiner Arbeitsweise her perfekt in das Kooperationsmodell mit den Eisbären Berlin. Wir sind überzeugt davon, dass wir mit ihm gut vorbereitet in die neue Saison gehen werden“, betont Geschäftsführer Dirk Rohrbach in der Mitteilung der Füchse.

Für den neuen Mann spricht: In England hat Neilson bereits nachgewiesen, dass er mit einer Mischung aus erfahrenen und jungen Spielern eine Mannschaft entwickeln kann. Genau diese Aufgabe erwartet ihn jetzt auch in Weißwasser.