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| 02:41 Uhr

Trotz Debüt-Tor: Just droht wieder die Tribüne

Kyle Just wird nach dem Spiel von den Fans gefeiert.
Kyle Just wird nach dem Spiel von den Fans gefeiert. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Mit seinem dichten Vollbart macht Kyle Just durchaus einen furchteinflößenden Eindruck. Dass er sich aber auch sportlich auf dem Eis behaupten kann, zeigte der 26-jährige Neuzugang der Lausitzer Füchse gleich in seinem ersten Spiel für Weißwasser am Dienstagabend beim 4:3-Heimsieg gegen den Meister Kassel Huskies. Trotzdem droht ihm wieder die Tribüne.

Just erzielte ein Tor und bereitete einen weiteren Treffer vor. Eine Bilanz also, die man unter dem Stichwort "gelungener Einstand" zusammenfassen darf. Auch Füchse-Coach Hannu Järvenpää war mit dem Debüt des kanadischen Angreifers zufrieden. "Kyle hat seine Chance genutzt. Ein Tor und noch ein Scorerpunkt - er hat also heute viele Dinge richtig gemacht", lobt der Finne.

Trotz seines Tores stellt sich die Frage: Wie viele solcher Chancen wird Kyle Just in den nächsten Wochen bekommen? Immerhin haben die Lausitzer Füchse mit den Verteidigern Nick Bruneteau und Patrik Parkkonen sowie den Stürmern Jeff Hayes und Jakub Svoboda bereits vier ausländische Spieler unter Vertrag. Kyle Just ist also der fünfte sogenannte Kontingentspieler im Weißwasseraner Kader. Pro Partie in der DEL2 dürfen jedoch nur vier Ausländer zum Einsatz kommen.

Wie schwer es für den kürzlich verpflichteten Neuzugang wird, in die erfolgreiche Mannschaft zu rutschen, zeigt der Blick auf die teaminterne Scorerliste. Sie wird derzeit von Jeff Hayes angeführt. Hinter Dennis Swinnen folgen Jakub Svoboda und Patrik Parkkonen auf den Plätzen drei und vier. Und auch Nick Bruneteau - dessen Ausbeute durch seine Verletzungspause Ende 2016 etwas getrübt wird - ist aus dem Team des Tabellenfünften im Grunde genommen nicht wegzudenken.

Am Dienstag gegen Kassel bekam Svoboda eine Pause, sodass Just zum ersten Mal Spielpraxis im Füchse-Trikot sammeln konnte. Doch am Freitag im nächsten Heimspiel gegen die Towerstars Ravensburg droht dem Kanadier schon wieder die Tribüne. Allerdings haben die Füchse bereits bei seiner Verpflichtung klargemacht, dass Kyle Just in erster Linie als Ergänzung zum aktuellen Kader für die entscheidende Saison phase gedacht ist. Außerdem sollte sich der aus Ungarn nach Weißwasser gewechselte Neuzugang in den Trainingseinheiten erst einmal an die höhere Intensität gewöhnen. "Er ist ein guter Junge und hat im Training hart gearbeitet", sagt Järvenppä.

Dass Just gleich in der Topreihe an der Seite von Swinnen und Hayes randurfte, zeigt die Wertschätzung. In jedem Fall hat der Neuzugang gezeigt, dass er da ist. Wenn er denn gebraucht wird.