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| 14:18 Uhr

Weißwasser muss umplanen - wohl auch für die Playoffs
Torhüter Schmidt kaputt – Füchse hoffen auf Berlin

 Olafr Schmidt steht auf unbestimmte Zeit nicht zur Verfügung.
Olafr Schmidt steht auf unbestimmte Zeit nicht zur Verfügung. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Die Nummer eins der Lausitzer Füchse fällt möglicherweise auch in den Playoffs aus. Hilft der Kooperationspartner oder muss ein neuer Keeper her? Für das bevorstehende Wochenende gibt es eine Lösung. Von Frank Noack

Die Lausitzer Füchse müssen ausgerechnet vor dem wegweisenden Wochenende mit den Spielen in Frankfurt und gegen Kaufbeuren auf der Torhüter-­Position neu planen – möglicherweise sogar bis zum Saisonende. Denn Stammkeeper Olafr Schmidt hatte sich am vergangenen Freitag bei einer unglücklichen Aktion die Schulter ausgekugelt. Er lief zur Bande, strauchelte dabei und verließ sofort  das Eis.

Die Nummer eins wird der Mannschaft auf unbestimmte Zeit nicht zur Verfügung stehen. Selbst bis zum Start der Playoffs am 15. März dürfte die Zeit knapp werden, obwohl nach derzeitigem Stand keine Operation nötig ist. Im schlimmsten Fall droht Schmidt  das vorzeitige Saison­ende.

„Wir gehen davon aus, dass er mindestens vier Wochen pausieren und dann im Training wieder aufgebaut werden muss“, sagt Geschäftsführer Dirk Rohrbach.

Mit Konstantin Kessler haben die Füchse derzeit nur einen gesunden Torhüter zur Verfügung. Auch Niklas Zoschke ist noch verletzt. Deshalb stellt sich die Frage: Helfen die Eisbären Berlin als Kooperationspartner oder muss ein neuer Keeper her? Er würde vermutlich aus dem Ausland kommen. Ein anderer Kontigentspieler müsste dann jedoch auf die Tribüne, weil pro Partie nur vier Ausländer mitwirken dürfen.

Bis zum Transferschluss am 14. Februar können die Vereine neue Spieler verpflichten. Die Blicke der Füchse sind aber wohl eher nach Berlin gerichtet. „Wir arbeiten gemeinsam mit den Eisbären an einer Lösung“, erklärt Rohrbach.

Denkbar ist zum Beispiel, dass Maximilian Franzreb mehr oder weniger dauerhaft aushilft. Auch der junge Tobias Anicicka könnte eine Förderlizenz für Weißwasser erhalten. Und Marvin Cüpper will nach seiner Verletzung demnächst auch aufs Eis zurückkehren.

Die Lösung für das bevorstehende Wochenende heißt Franzreb. Weißwasser trifft dabei auf direkte Konkurrenten um eine gute Ausgangsposition in den Playoffs. Am Freitag ­reisen die Füchse – sie stehen derzeit auf Rang drei – zu Tabellen­führer Löwen Frankfurt (19.30 Uhr). Am Sonntag geht es zu Hause gegen den ESV Kaufbeuren (17 Uhr). Die Allgäuer belegen aktuell Platz fünf.

Freitag, 19.30 Uhr: Löwen Frankfurt (A)
Die Löwen Frankfurt haben zuletzt drei Siege geholt und wieder die Tabellen­führung erobert. Mit dem Slowaken David Skokan wurde ein weiterer Stürmer verpflichtet. Er ergänzt die Reihe mit Topscorer Adam Mitchell und Mathieu Tousignant, die ­meistens für die wichtigen Tore bei den Hessen zuständig ist.

Sonntag, 17 Uhr: ESV Kaufbeuren (H)
Der ESV Kaufbeuren ist nach drei Niederlagen in Folge auf Platz fünf abgerutscht. Zwischenzeitlich waren die Allgäuer sogar Spitzenreiter. Zuletzt ­fehlten acht Spieler – darunter Torhüter Stefan Vajs. Die Offensive lebt von der Topreihe Branden Gracel, Sami Blomqvist und Ossi Saarinen.