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| 14:07 Uhr

Eishockey
Straube wird Co-Trainer der Lausitzer Füchse

Chris Straube spielte vier Jahre bei den Füchsen.
Chris Straube spielte vier Jahre bei den Füchsen. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Die Lausitzer Füchse sorgen mit der Besetzung des Co-Trainer-Postens für eine Überraschung. Ex-Profi Chris Straube kehrt nach Weißwasser zurück. Von Frank Noack

Die Lausitzer Füchse haben mit Chris Straube einen alten Bekannten als Co-Trainer verpflichtet. Der 44-jährige Deutsch-Kanadier wird künftig Cheftrainer Robert Hoffmann in der DEL2 zur Seite stehen.

Straube soll außerdem als Bindeglied zum Nachwuchs fungieren. Geschäftsführer Dirk Rohrbach betont: „Wir sind sehr froh, dass Chris ein Teil der Füchse-Familie ist. Er kennt Weißwasser und das Eishockey hier bereits aus eigener Erfahrung. Wir versprechen uns durch seine Arbeit einen weiteren Schub bei der Integration von jungen Spielern in das Profiteam. Von seinen Erfahrungen bei der Arbeit mit den Talenten werden insbesondere die Förderlizenzspieler, aber auch der Nachwuchs der DNL2 Mannschaft des ES Weißwasser profitieren, die er ebenfalls als Trainer unterstützen wird.“

Straube hatte seit 2013 als Co-Trainer beim dänischen Verein SønderjyskE gearbeitet. In dieser Zeit holte er insgesamt drei Meistertitel.

Der Deutsch-Kanadier war nach seiner Einbürgerung für die deutsche Nationalmannschaft bei zwei Weltmeisterschaften am Start (1998 und 2000). Chris Straube spielte insgesamt vier Jahre bei den Lausitzer Füchsen. Er absolvierte 219 Spiele im Weißwasseraner Trikot.

In Erinnerung geblieben ist vor allem sein Autritt in der Abstiegsrunde 2007 gegen die Eislöwen Dresden. Damals lief Straube 36 Sekunden vor Schluss allein auf das leere Tor zu und wurde dabei gefoult. Dafür gab es ein sogenanntes technisches Tor. Die Füchse schafften dank des Straube-Tores den vierten und entscheidenden Sieg gegen Dresden und somit auch den Klassenerhalt.

Für Gesprächsstoff sorgte damals auch die Heizdecken-Geschichte. Weil Straube in den entscheidenden Spielen von Leistenbeschwerden geplagt wurde, griff er zu einem Trick: Mit einer Heizdecke versuchte er, in den Drittelpausen die Muskeln vor dem Auskühlen zu schützen.

Cheftrainer Robert Hoffmann und Straube kennen sich aus der gemeinsamen Spieler-Zeit in Weißwasser. „Chris hat lange mit der U 20 gearbeitet. Er ist der perfekte Mann als Bindeglied zwischen dem Nachwuchs und der DEL2-Mannschaft“, erklärt Hoffmann. „Da ich selbst auch mit ihm gespielt habe, kenne ich ihn natürlich gut. Ich freue mich sehr auf die künftige Zusammenarbeit mit Chris.“

Von der Heizdecke bis zum kultigen Tor

Straube war seit 2013 Co-Trainer bei SønderjyskE.
Straube war seit 2013 Co-Trainer bei SønderjyskE. FOTO: SønderjyskE