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| 20:15 Uhr

Eishockey
Schwache Füchse stolpern in die Pause

Füchse-Topscorer Anders Eriksson (l.) wird hier vom früheren Weißwasseraner Elia Ostwald im Trikot der Eispiraten attackiert.
Füchse-Topscorer Anders Eriksson (l.) wird hier vom früheren Weißwasseraner Elia Ostwald im Trikot der Eispiraten attackiert. FOTO: Thomas Heide
Crimmitschau . Weder sexy noch siegreich: Weißwasser verliert das Derby bei den Eispiraten Crimmitschau 2:5 und bleibt im DEL2-Keller. Trainer Järvenpää verspricht Besserung. Muss dafür Verstärkung her?

Die Lausitzer Füchse haben sich mit einer insgesamt dürftigen Leistung und einer verdienten Derby-Niederlage in die Länderspielpause verabschiedet. Bei den Eispiraten Crimmitschau verlor Weißwasser trotz einer Steigerung im letzten Drittel klar mit 2:5. Während Crimmitschau den fünften Sieg in Serie ­holte, bleiben die Füchse weiter im Tabellenkeller der DEL2.

Den Rückenwind des Freitag-­Sieges gegen Kaufbeuren hatten die Füchse offenbar unterwegs auf der Autobahn vergessen. Denn die ersten Minuten waren ein Sturmlauf in Rot und Weiß. Die mit viel Selbstvertrauen ausgestatteten ­Eispiraten gingen bereits in der 2. Minute durch Vincent Schlenker in Führung. Die Füchse kamen in der Startphase kaum zum Luftholen. Selbst bei Fünf gegen Fünf wurden die beinahe hilflosen Gäste im eigenen Drittel eingeschnürt, als ob sie in Unterzahl wären. Nach zehn Minute unterbrach Trainer Hannu Järvenpää die vergeblichen Bemühungen seiner Mannschaft, in diesem Derby die Beine irgendwie auf das Eis zu bekommen – er nahm schon im ­ersten Drittel eine Auszeit.

Danach kam Weißwasser immerhin zu der einen oder anderen Chance. Viktor Lennartsson hatte in der 11. Minute den Ausgleich auf dem Schläger, Chris Owens (16.) ebenfalls. Aber die Füchse stellten sich selbst ein Bein. Als eine Strafe gegen Crimmitschau angezeigt wurde, leistete sich Yannick Mund einen Stockschlag und musste ebenfalls in die Kühlbox. Kurz vor der ersten Drittelpause zeigten die Gastgeber dann, warum sie in dieser Saison von den Playoffs träumen dürfen. Der Angriff zum 2:0 über ­Jordan Knackstedt und Torschütze ­Robby Czarnik war eine feine Kombination. Im zweiten Drittel erhöhte Ossi Saarinen auf 3:0 (25.). Auf der anderen Seite vergab Weißwasser selbst beste Möglichkeiten. Trotzdem kam noch einmal Hoffnung bei den Füchse-Fans auf, als Anders ­Eriksson in der 38. Minute auf 1:3 verkürzte. „Jetzt geht’s los“, sangen die Anhänger aus Weißwasser. Aber die Hoffnung war nur von kurzer Dauer. Denn Jordan Knackstedt erzielte ebenfalls noch im zweiten Drittel das 4:1 (39.). Unmittelbar vor der Pause vergab Weißwassers Artur Tegkaev einen Penalty.

Erst im letzten Drittel stimmte dann die Leistung der Füchse. ­Allerdings ließen es die Gastgeber jetzt auch etwas ruhiger angehen. Nach dem 2:4 durch Feodor Boiarchinov (43.) drängten die Gäste ­sogar auf den Anschlusstreffer.

Den Füchsen bleiben nach dieser Derby-Niederlage immerhin die beiden Zähler aus dem Freitag-Spiel gegen Kaufbeuren, die Artur Tegkaev mit seinem Treffer sicherte. Weißwasser revanchierte sich damit für die 1:7-Schlappe in Kaufbeuren drei Tage zuvor. Insgesamt war es erst der vierte Füchse-Sieg in dieser Saison.

Die jüngsten Niederlagen haben sich wie ein Bremsschirm über so manchen Schlittschuh der Blau-­Gelben gespannt. Aber – der Wille war am Freitag da. „Es war sicher kein sexy Spiel, aber ein Arbeitssieg“, ­bilanzierte Järvenpää.

Am Sonntag in Crimmitschau ­waren die Füchse lange Zeit weder sexy noch siegreich – sie waren phasenweise überfordert. So mancher Spieler schüttelte immer wieder ratlos den Kopf. Es gibt also viel zu tun in der Länderspielpause. Trainer Järvenpää: „Ich möchte mich bei unseren Fans bedanken. Sie haben uns erneut toll unterstützt. Ich verspreche, dass wir das Team auf den richtigen Weg bekommen. Wir müssen vor allem mehr Tore ­schießen.“ Gut möglich, dass dafür auch Verstärkung für den Sturm kommt.

Die Statisitik