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| 10:38 Uhr

Eishockey
„So nervös war ich noch nie“

Feodor Boiarchinov jubelt über sein Tor gegen Bayreuth.
Feodor Boiarchinov jubelt über sein Tor gegen Bayreuth. FOTO: Thomas Heide
Weißwasser. Für Füchse-Stürmer Feodor Boiarchinov war die Playdown-Runde gegen Bayreuth besonders schmerzhaft. Im RUNDSCHAU-Interview spricht er über seine Verletzung, einen Fauxpas und die kommende Saison. Von Frank Noack

Feodor Boiarchinov, Sie hätten der tragische Held des Spiels werden können. Vorn ein wichtiges Tor geschossen, hinten aber auch. Wie war das mit dem Eigentor?

Ich habe in meiner Karriere vorher noch nie ein Eigentor geschossen! Mir war aber klar: Wenn wir dieses Spiel gewinnen, dann spricht später keiner mehr über dieses Eigentor – bis auf euch Journalisten (lacht).

Die wichtigsten Gründe für den Sieg?

Es gibt sechs Gründe – unsere Tore! Aber im Ernst: Wir haben endlich unsere Chancen genutzt. Alle Reihen waren torgefährlich. Außerdem hat Maximilian Franzeb wieder super gehalten.

Also Ende gut , alles gut?

Na ja, unser eigentliches Ziel waren ja die Pre-Playoffs. Dafür hat es leider nicht ganz gereicht. Gut, dass wir jetzt den Klassenerhalt perfekt gemacht haben. Bayreuth hat uns wirklich alles abverlangt. Wir sind als Favorit in diese Serie gegangen. Dass es so knapp wird, wollte keiner von uns. In den Playdowns kann man nichts gewinnen, aber viel verlieren.

Füchse-Party nach dem Klassenerhalt FOTO:

Wie ging es Ihnen vor dem entscheidenden Spiel?

Ich persönlich war extrem nervös. So nervös, wie noch nie vor einem Spiel. Aber ich glaube, das ging nicht nur mir so, sondern der gesamten Mannschaft.

Sie wurden in Spiel zwei durch einen Check verletzt und konnten erst in der entscheidenden Partie am Dienstagabend wieder mitwirken. Wie ging es Ihnen in der Zwischenzeit?

Ich war extrem frustriert. Ich wollte unbedingt zurück aufs Eis. Das Warten auf das Okay durch die Ärzte war eine sehr lange Zeit. Umso mehr habe ich mich gefreut, als ich endlich grünes Licht bekommen habe. Zunächst hatte ich zwar noch einige Probleme. Aber am Dienstagmorgen ging es mir gut. Deshalb habe ich entschieden, dass ich spiele.

Bleiben Sie in Weißwasser?

Mal schauen. Ich bin in Gesprächen mit Weißwasser. Jetzt bin ich erstmal froh, dass wir den Klassenerhalt geschafft haben und nicht in die 2. Runde müssen.

Können Sie sich denn vorstellen zu bleiben?

Natürlich. Man kann sich das immer vorstellen, wenn es einem gefällt. Und mir gefällt es hier. Sportlich lief es ja für mich auch ganz gut.

Feodor Boiarchinov (r.) stößt mit Marius Schmidt auf den Klassenerhalt an.
Feodor Boiarchinov (r.) stößt mit Marius Schmidt auf den Klassenerhalt an. FOTO: Thomas Heide