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Rohrbach jetzt alleiniger Füchse-Geschäftsführer

Dirk Rohrbach hatte das Amt vom erkrankten Matthias Kliemann übernommen und erntet als Geschäftsführer nun viel Lob.
Dirk Rohrbach hatte das Amt vom erkrankten Matthias Kliemann übernommen und erntet als Geschäftsführer nun viel Lob. FOTO: Heide/thd1
Weißwasser. Der langjährige Geschäftsführer der Lausitzer Füchse, Matthias Kliemann, scheidet bei dem DEL2-Club aus Weißwasser aus. Das teilten die Füchse am Wochenende vor dem sonntäglichen Heimderby gegen die Eislöwen Dresden mit. Jan Lehmann

Demnach werde künftig weiterhin Dirk Rohrbach als alleiniger Geschäftsführer die Interessen der Spielbetriebs GmbH vertreten. Diesen Beschluss haben die Gesellschafter der Lausitzer Füchse getroffen. Dirk Rohrbach hatte diese Aufgabe im Januar 2016 zunächst interimsweise übernommen, weil Matthias Kliemann erkrankt war.

Matthias Kliemann war 2006 als Marketingchef zu den Füchsen gekommen. Der 45-Jährige hatte zuvor als Profi für Weißwasser, Bietigheim, Frankfurt und Dresden insgesamt 158 Erstliga- und 165 Zweitliga-Spiele bestritten.

Im August 2011 übernahm Kliemann die Aufgabe des Geschäftsführers. In der Pressemitteilung des Vereins wird er mit folgenden Worten zitiert. "Es war eine spannende und schöne Zeit mit vielen Herausforderungen. In dieser Zeit ist es gelungen, die Lausitzer Füchse zu einer "starken Marke" zu entwickeln."

Der gebürtige Weißwasseraner fügt an: "Ich danke allen, die auf diesem Weg mit mir gegangen sind. Den Gesellschaftern danke ich für ihr Vertrauen und ihre Unterstützung. Bei allen Mitarbeitern, Spielern, Sponsoren und Politikern möchte ich mich für die tolle Zusammenarbeit und ihr Engagement bedanken. Ich möchte aber auch unsere Fans nicht vergessen, die uns stets die Treue gehalten haben. Für mich ist es an der Zeit, neue Wege zu gehen. Ich wünsche der ,Füchse-Familie' viel Erfolg und spannende Spiele."

Der Füchse-Hauptgesellschafter René Reinert erklärte dazu: "Wir bedanken uns bei Matthias ganz herzlich für die gute Zusammenarbeit und sein hohes Engagement. Er hat in den letzten Jahren viel für die Lausitzer Füchse geleistet und dazu beigetragen, den Eishockeystandort Weißwasser als feste Größe in der DEL2 zu etablieren. Als Geschäftsführer hat er dabei eine große Verantwortung getragen." Reinert machte zudem deutlich: "Welchem Druck man in dieser Position ausgesetzt ist, können sich Außenstehende nur schwer vorstellen. Wir wünschen Matthias für seine Zukunft, beruflich und privat alles Gute, vor allem aber ganz viel Gesundheit."

Sein Nachfolger Dirk Rohrbach macht als Geschäftsführer bisher einen sehr guten Job. Zuletzt gab es ein großes Lob vom Trainer des Spitzenreiters Bietigheim Steelers. Der Kanadier Kevin Gaudet lobte: "Dirk macht einen hervorragenden Job. Er ist verantwortlich für diese Mannschaft. Es ist nicht einfach mit einem geringen Etat - und fast jede Verpflichtung ist eine Verstärkung. Und den richtigen Trainer haben sie auch gefunden."

Trotz der 1:3-Niederlage am Freitagabend beim SC Riessersee haben die Füchse in dieser Saison weiter sehr gute Chancen auf einen direkten Playoff-Platz in DEL2. Es wäre das fünfte Mal in den vergangenen sechs Jahren, dass die Füchse so vorzeitig den angestrebten Zweitliga-Klassenerhalt klarmachen könnten. Eine eindrucksvolle Bilanz, an der Rohrbach wie Kliemann großen Anteil haben.